Gesellschaft

Familien-Wintertag wie gemacht für Märchen und Geheimnisse

In knautschgemütlicher Atmosphäre las Angelika Zimmermann den kleinen Besuchern in der Alten Kirche Geschichten vor.

In knautschgemütlicher Atmosphäre las Angelika Zimmermann den kleinen Besuchern in der Alten Kirche Geschichten vor.

Foto: Socrates Tassos / FFS

Wattenscheid-Mitte.  An der Wattenscheider Alten Kirche rankt sich alles um ein adventliches Beisammensein. Basteln, Backen, Spielen und Geschichten im Mittelpunkt.

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Mit den ersten Märchen räumt an diesem Familientag im Gemeindezentrum an der Alten Kirche Anita Jüntgen auf. Dass nämlich der Teig zusammenfällt, wenn Zugluft herrscht. Geheimnisse hat sie immer wieder ganz am Rande im Ärmel, die Feinheiten, die das selbst gebackene Brot unterscheiden werden von dem, was viele Besucher hier vielleicht aus dem Supermarkt kennen. „Ein Tag für Kinder und Familien“ steht ganz schlicht über dem bunten Programm, zu dem sich hier viele versammelt haben.

Denn der Advent steht ja praktisch ins Haus, damit auch immer das Symbol des Lichts, deshalb ist der Untertitel auch „Ein Licht leuchtet auf“. Das findet sich in manchen Kleinigkeiten, die zur Winter-, Advents- und Weihnachtszeit prima passen. Etwa in den märchenhaften Geschichten, der die Gäste in der muckelig warmen Alten Kirche lauschen können. Auf Knautsch-Sitz-Kissen lauschen die Kinder gebannt, was Angelika Zimmermann über den Besuch des Weihnachtselchs erzählt.

Bunter Fensterschmuck in dunkler Zeit

Oder an den Tischen hinten im Gemeindezentrum, wo Fensterbilder entstehen, die bunte Akzente in den Zimmern bilden sollen und Schmuck für die dunkle Jahreszeit bilden werden. Oder in den Bewegungsliedern, die Pfarrer Frank Dressler zum Thema „Licht“ zusammengestellt hat. Durch die bunten Fenster der kleinen Kirche fallen die Strahlen der untergehenden Sonne, als dann die Ergebnisse des Kammermusik-Workshops aus der Wattenscheider Musikschule klingen.

Drei Duette hat der Bezirksleiter Ulf Richter diesmal mit den Teilnehmern mitgebracht, jeweils für Akkordeon, einmal mit Mandoline, einmal mit Flöte, dazu Werke von Ludwig van Beethoven, Astor Piazzolla, den argentinischen Bandoneon-Spieler und Komponisten, Giovanni Benedetto Platti aus dem Spätbarock und Richter.

In der Weihnachtsbäckerei

Was die Sinne Tasten, Hören und Sehen in den anderen Räumen angeht, das nimmt an der offenen Tür zum Freigelände das Schmecken ein. In der Backstube von Anita Jüntgen und ihren zahlreichen Unterstützern ist das über eine breite Palette verteilt: Von süßen Bratäpfeln und Spritzgebäck über die schnell gemachte Pizza für zwischendrin bis hin zur „Königsdisziplin“ hier am holzbefeuerten Ofen, dem Brotbacken. Die Kleinigkeiten werden noch warm herumgereicht und genascht, die Brote verschwinden für eine Dreiviertelstunde.

Bis dahin ist das Baguette schon da, und auf das legt die „Teig-Flüsterin“ ihr ganz besonderes Augenmerk.

Selbst die Technik des richtigen Umgangs mit dem Teig macht den Unterschied aus: „Beim deutschen Bäcker wird das einfach ein Weißbrot“, und zeigt die Fingerhaltung, zupft, schiebt, bis alles stimmt, damit die Luftblasen im Teig erhalten bleiben. Großer Unterschied, „nur schubsen, nicht so richtig packen, richtig liebevoll.“ Eben Geheimnisse, die den Unterschied ausmachen.

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