Unterhaltung

1. WAT-Literaturwoche: Auftakt gelungen mit Märkert-Lesung

Die Märkert-Brüder Klaus (l.) und Peter – bekannt von der ehemalige Szene-Disko „Zwischenfall“ in Bochum-Langendreer – eröffneten die Wattenscheider Literaturwoche in der Buchhandlung van Kempen.

Die Märkert-Brüder Klaus (l.) und Peter – bekannt von der ehemalige Szene-Disko „Zwischenfall“ in Bochum-Langendreer – eröffneten die Wattenscheider Literaturwoche in der Buchhandlung van Kempen.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum-Wattenscheid.  Die 1. Wattenscheider Literaturwoche kommt trotz der aktuellen Corona-Bedingungen gut an. Die Märkert-Brüder aus Bochum lasen dabei zum Auftakt.

Der Impuls zündete, als City-Managerin Marion Drewski im Frühjahr das Konzept für die erste Wattenscheider Literaturwoche ausarbeitete. Zu Beginn der Corona-Pandemie konnte sie in Gesprächen mit der Stadtteilbücherei und dem Förderverein, der VHS und den zahlreichen Gewerbetreibenden im Wattenscheider Kern eine Reihe von Autorinnen und Autoren notieren. Das Projekt stemmen das City-Management, der Bücherei-Förderverein LiesWAT und das Centrum-Cultur.

Schwarzhumorig oder Krimi

Mit Kontrasten begann die Literaturwoche in der Buchhandlung van Kempen, am Montagabend waren alle Plätze unter den aktuellen Coronaregeln besetzt. Die Märkert-Brüder – bekannt von der ehemalige Szene-Disko „Zwischenfall“ in Bochum-Langendreer – lasen aus ihren Werken, Klaus „mit Nachthumor“, Peter „der Krimischreiber“. Klaus Märkert machte mit der Kurzgeschichte „Abschied von der Zwölf“ ebenso Geschmack auf mehr wie sein Bruder, der Episoden aus seinem Roman „Schweigen ist Tod“ zum Besten gab.Hier kostenlos für den Newsletter anmelden!

Der erste gab einen skurrilen Einblick in eine besondere Familiengeschichte, beginnend mit einem Begräbnis „bei Schlechtwetter“, das in der Kneipe „Zum letzten Schuss“ bei Streuselkuchen die makabre Sicht eines Zwölfjährigen einleitete. Peter Märkert hatte vorweg geschickt, dass seine Krimis auf seiner Zeit als Bewährungshelfer zurückgehen, allerdings stark verfremdet.

Weitere Veranstaltungen bis zum Wochenende

Insgesamt sieben und damit eine ganze Woche voller Veranstaltungsabende standen zunächst bei der 1. WAT-Literaturwoche, diesem „komplett neuen Format“, wie Drewski unterstreicht, auf dem Programm. Zwar wurden kurz vor dem Start drei Lesungen vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Regelungen abgesagt. Gestrichen sind damit am Mittwoch, 28. Oktober, der Abend mit Andreas Wagner unter dem Motto „Jahresringe“ in der Friedenskirche, am Freitag, 30. Oktober, Hans Oberlindobers „Bier, Fußball und blaue Wunder“ bei der Initiative Mittendrin im Haus Wiesmann, und am Sonntag, 1. November, Mike Steinhausens Lesung „Ruhrpiraten“, in der Musikschule Steinstraße.

Große Nachfrage zeigte sich für die weiteren Abende, damit „ausverkauft“, am 27. Oktober im RSO-Reisebüro am August- Bebel-Platz für Heide Rieck mit „Innere und Äußere Landschaften“, Prosa aus ihrem neuen Buch, am 29. Oktober für das LiesWAT Autoren-Forum in der Bücherei am Alten Markt und am 31. Oktober in der Bezirksmusikschule an der Steinstraße für Delia Albers und Gabriele Franke mit „Gefühlvolle Lyrik“.

https://www.waz.de/article225939965.ece

https://www.waz.de/archiv-daten/article217475059.ece

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben