Wohnungsbau

Elf neue Wohnungen entstehen in einem alten Weltkriegsbunker

Der Bunker an der Günnigfelder Straße 82 wird umgebaut. Elf Wohnungen werden in dem alten Gebäude entstehen. Foto:Gero Helm

Der Bunker an der Günnigfelder Straße 82 wird umgebaut. Elf Wohnungen werden in dem alten Gebäude entstehen. Foto:Gero Helm

Wattenscheid-Günnigfeld.   Barrierefreie Mietwohnungen für Senioren entstehen in einem alten Bunker in Wattenscheid. Mit der Fertigstellung wird im Sommer gerechnet.

Elf neue Wohnungen entstehen in einem ungewöhnlichen Gebäude an der Günnigfelder Straße 82. Der alte Weltkriegsbunker aus dem Jahr 1941 soll ab Sommer kommenden Jahres vor allem älteren Menschen ein neues, barrierearmes Zuhause bieten. Bauherr des Bunkerprojekts ist der Bochumer Unternehmer Werner Boxbücher.

Neun barrierearme Wohnungen in einer Größe zwischen gut 60 und knapp 90 Quadratmetern entstehen im alten Bau.

Das neue Staffelgeschoss bietet Platz für zwei weitere Wohnungen. Alle Wohnungen werden mit Balkonen ausgestattet, die Parterrewohnungen erhalten Terrassen. Fünf Garagen werden auf dem Gelände errichtet.

Arbeiten laufen auf Hochtouren

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Kommende Woche, am 12. Dezember, soll das Dach aufgesetzt werden. Der Bunker bietet drei Geschosse, ein zusätzliches Staffelgeschoss wird aufgesetzt. Dann erreicht das Gebäude eine Gesamthöhe von etwa 13,50 Meter. Ist das Dach dicht, werden die Fenster eingebaut. Bauherr Boxbücher: „Dann sind wir unabhängig vom Wetter.“

Die bisherigen alten Treppenhäuser, die an beiden Eingängen lagen, sind herausgesägt und neue Decken einbetoniert worden. Die freiwerdende Fläche wird zur Wohnfläche umgestaltet. In der Mitte des Gebäudes werden ein zentrales Treppenhaus und ein Fahrstuhl gebaut. Boxbücher: „Die Arbeiten dafür waren, bedingt durch die dicken Wände und Zimmerdecken, eine wirkliche Herausforderung.“

1,5 Millionen Euro

Das Grundstück ist rund 1000 Quadratmeter groß, die Wohnfläche wird etwa 850 Quadratmeter betragen. Boxbücher rechnet mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro. Gekauft hat der Bochumer Unternehmer den Bunker und das Gelände von Bund und Stadt.

Zunächst, so war der Plan, sollten Eigentumswohnungen im Bunker entstehen. Boxbücher: „Der Münchener Investor wollte aber dann lieber Mietwohnungen für Senioren anbieten.“ Der Mietpreis soll bei neun Euro kalt liegen. Die Ausstattung, so der Unternehmer, „ist gehoben – mit Parkettboden und gutem Sanitär“.

Das bisher auf den Bunker aufgemalte Fachwerk ist längst nicht mehr zu sehen. Boxbücher: „Das Gebäude bekommt einen weiß-beige-farbenen Anstrich.“ Das Staffelgeschoss wird farblich passend abgesetzt.

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