Initiative

Eine Einfahrt in die Stadtkultur: Mittendrin und dabei

Die Atmosphäre bei den Planungstreffen von „Mittendrin“ an der Graf-Adolf-Straße ist schon entspannt..

Die Atmosphäre bei den Planungstreffen von „Mittendrin“ an der Graf-Adolf-Straße ist schon entspannt..

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Die Privatinitiative „Mittendrin“ feilt bereits an ihrem Konzept für „Kunst und Kultur in der Einfahrt“ am 6. Juli. Der Kulturkalender füllt sich.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Den Schwung aus dem erfolgreichen und vielseitigen Engagement im Ladenlokal WAT-Craft an der Hochstraße nimmt die noch recht neue Initiative „Mittendrin“ auf. Nach der erfolgreichen Veranstaltung, der unterhaltsamen Lesung mit Schauspieler Günter Alt im Mai, geht sie planmäßig mit einem ganz eigenen Kultur-Kalender in die Öffentlichkeit.

Als da sind neben „Kunst und Kultur in der Einfahrt“ zum Auftakt am Samstag, 6. Juli, von 14 bis 18 Uhr in der Hauseinfahrt zu Nummer 16 an der Graf-Adolf-Straße. Weiter ist es ein James-Bond-Themenabend, diesmal aber mit seinem Geburtshaus an der Bochumer Straße und seiner Kindheit vor Verleihung der Doppel-Null. Es folgen ein Musik-Event mit Wattenscheider Bands und Musikern im Herbst, und ein offenes Singen mit eigenem Mittendrin-Liederbuch. „Alles etwas anders als gewohnt“, versprechen die Aktiven geheimnisvoll.

Bond-Abend und Musik-Events

„Wir werfen erst einmal einen Stein in den See,“ erklärt Sprecher Martin Lenz aufgeräumt, „und lassen ihn Wellen erzeugen. Es gibt ganz bestimmt in Wattenscheid viele Musiker, denen wir damit ein Forum bieten können.“ Zur Initiative unterstrich er im WAT-Craft-Laden an der Hochstraße: „Das ist kein Verein, ihr müsst nirgendwo unterschreiben, wenn ihr dazu stoßt.“

Lenz schildert zur Entstehung, dass sich wegen der schlechten Noten für Wattenscheid-Mitte im WAZ-Stadtteilcheck gut zehn Leute „abends im Wohnzimmer getroffen haben, die meinten: Halt, wir leben hier,

wir empfinden das anders“. Inzwischen sind es schon gut 20, die aus der „Startgemeinschaft“ in Kleingruppen die erste Aktion strukturieren.

Kontakt zum Stadtteil-Management

An eben diesem ersten Abend wurde dann auch schon die Rohform für die ersten Veranstaltungen gegossen. „In Wattenscheid geht ‘was. Wir müssen es nur machen. Fünf Projekte insgesamt haben wir schon an diesem Abend angestoßen. Dann ist auch der Zuschussantrag über den Verfügungsfonds im Rahmen der Sozialen Stadt ganz schnell über die Bühne gegangen,“ erinnert sich Lenz. Stattfinden sollen die „Mittendrin-Events“ an Stellen in der Hellwegstadt, wo sonst bis etwa zum Ende des Jahres keine Veranstaltungen vorgesehen sind.

Mitmachen und Selbermachen

Mit dabeisein wollen bei „Kunst in der Einfahrt“ am 6. Juli „Kalle“ Müller, Musik unplugged, Frank Feldmann, „Eisenbieger“ mit Feldesse, Drechsler Gerd Barran mit Holzarbeiten, auch zum Mit- und Selbermachen, Nils Küter mit einem Comic-Zeichen-Kursus, Ulla Schreiber mit Acrylmalerei, Barbara Neumann, Bildhauerin. Außerdem hat Martin Lenz Schmuckherstellung auf der Liste, Kinderschminken, Kunstobjekte-Herstellung als Upcycling von Gebrauchtmaterial.

Wie es sich für ein solches Nachbarschaftsangebot gehört, gibt’s auch Kaffee und Kuchen. Das Schild in der Zufahrt ist Programm: „Ein- und Ausfahrt freihalten - auch gegenüber“.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben