Walbühne Höntrop

Ein neuer Verein will die Waldbühne in Höntrop betreiben

Die Kolpingspielschar baut ihre Bühnenbilder selbst. Aus der Spielschar geht der Waldbühnen-Verein hervor.Foto:Gero Helm

Die Kolpingspielschar baut ihre Bühnenbilder selbst. Aus der Spielschar geht der Waldbühnen-Verein hervor.Foto:Gero Helm

Wattenscheid-Höntrop.   Der Verein „Kolping-Waldbühne Höntrop“ will die Spielstätte im Wattenscheider Südpark übernehmen. Der Kulturausschuss hat „grünes Licht“ gegeben.

Der Verein „Kolping-Waldbühne Höntrop“ soll den Betrieb der Waldbühne im Südpark übernehmen. Dafür gab der Kulturausschuss der Stadt Bochum in seiner vergangenen Sitzung einstimmig grünes Licht. Die Bezirksvertretung Wattenscheid soll am 28. Mai dann letztlich darüber entscheiden.

Matrong-Erben verzichten auf Erbbaurecht

Der Kulturausschuss stimmte zu, den Erbbaurechtsvertrag über den Betrieb der Waldbühne, am 4. Februar 1997 zwischen der Stadt und dem bisherigen Betreiber Matrong abgeschlossen, aufzulösen. Als Nachfolger soll der „Kolping-Waldbühne Höntrop e.V.“ – dahinter steht im wesentlichen die Kolpingspielschar Höntrop – auf unbestimmte Zeit einen Benutzungs- und Betreuungsvertrag erhalten. „Der Erhalt der Spielstätte und des Spielbetriebs liegt der Stadt Bochum, vor allem Wattenscheid und vielen Bürgern, am Herzen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Erhalt der Bauwerke und des Grundstücks

Das Grundstück gehört der Stadt. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung im Jahre 1997 wurde es für die Dauer von 30 Jahren per Erbbaurechtsvertrag vom 4. Februar 1997 an die Sozietät Matrong übertragen. Wesentliche Pflichten für diesen privaten Investor waren „der Erhalt der Bauwerke und des Grundstücks im ordnungsgemäßen und zweckentsprechenden Zustand und die Gewährleistung der unentgeltlichen Nutzung durch die Laienspielscharen und die ansässigen Kirchengemeinden“, heißt es.

Weiterführung des Spielbetriebes ermöglichen

Nach dem Tod von Horst Matrong wurde das Erbbaurecht auf seine Erben übertragen. „Diese möchten das Erbbaurechtsverhältnis aber nicht weiterführen und den Vertrag mit der Stadt Bochum entschädigungslos und einvernehmlich auflösen“, erklärt das Kulturamt. Die Erben hätten sich bereit erklärt, mit einem jährlichen Sponsoring (bis voraussichtlich 2027) die Weiterführung des Spielbetriebes mit zu ermöglichen.

Stadt will Toiletten auf Vordermann bringen

In dem Benutzungs- und Betreuungsvertrag mit dem „Kolping-Waldbühne Höntrop e.V.“ soll die Waldbühne dem Verein „für unbestimmte Zeit übertragen werden“. Wobei dieser angehalten ist, die Waldbühne Höntrop Kirchengemeinden zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel für Martinsspiele und Open-Air-Gottesdienste.

Der Verein hat bereits seit April 2018 vom Pächter die Betreuung der Spielstätte im Rahmen einer Probephase übernommen. Ein wesentlicher Bestandteil des Vertrages beinhaltet laut Stadt, „dass der Verein sich verpflichtet, die Waldbühne in einem guten Zustand zu erhalten. Die Stadt Bochum verpflichtet sich ihrerseits, die Pflege-, Unterhaltungs- und Instandhaltungsarbeiten für die Waldbühne wahrzunehmen“.

Betriebskostenzuschuss

Der Verein „Kolping-Waldbühne Höntrop“ soll von der Stadt einen jährlichen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 4950 Euro erhalten. Dieser Zuschuss werde bereits seit 2017 aus dem laufenden Transferaufwand des Kulturbüros gezahlt. Die Miet- und Mietnebenkosten in Höhe von ca. 6000 Euro will die Stadt Bochum übernehmen. Die Stadt will vor der Übergabe der Waldbühne noch die Toiletten auf Vordermann bringen.

„Wir sind sehr zufrieden und froh über den Beschluss“, sagt Anja Auth-Tenner, zweite Vorsitzende des Waldbühnen-Vereins. „Und auch über die Unterstützung der Stadt und den Einsatz der Wattenscheider Bezirksvertretung.“ Sie selbst ist „auf der Walbühne groß geworden“, spielt dort von Kindesbeinen an. „Es gibt keine andere Spielstätte in der Umgebung“, so Auth-Tenner. „Die Waldbühne ist ein Stück Kulturgut in Höntrop.“

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