Leben im Quartier

Ein Bäumchen als Willkommen

Einen besonderen Platz soll das Apfelbäumchen der Kinder in der künftigen Außenanlage des Seniorenzentrums bekommen. Foto:Gero Helm

Einen besonderen Platz soll das Apfelbäumchen der Kinder in der künftigen Außenanlage des Seniorenzentrums bekommen. Foto:Gero Helm

wattenscheid.   Grundsteinlegung an der Belia-Seniorenresidenz am Beethovenweg. Kita-Kinder von der Emilstraße bringen ein Ständchen und Glückwünsche.

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Symbolträchtiger konnte es kaum sein als bei der Grundsteinlegung für die Belia-Seniorenresidenz am Beethovenweg. Erst einmal brachte ein gutes Dutzend Kinder von der nahen Kita Emilstraße ein Apfelbäumchen als Geschenk und Grundstock für die Zusammenarbeit in der Zukunft mit „viel Liebe und dem Wunsch, die Arbeit soll Früchte tragen“. Und Rüdiger Baum, Architekt für die Projektsteuerung, prophezeite, beim Richtfest werde man sich sicher an die klirrende Kälte und den Sonnenschein dieses Tages erinnern.

Nachdenkliche Prognose

In seinem Grußwort blätterte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Oliver Buschmann nachdenklich stimmende Zahlen auf. Danach würde bis zum Jahr 2020 die Zahl der Senioren in Bochum auf 25 800 steigen, die der Pflegebedürftigen bis 2030 um 1400.

Der Bezirk Wattenscheid zeige sich bei der Versorgung gut aufgestellt. Besonders wichtig sei nun, auch gut ausgebildetes, engagiertes Personal für die Pflegeeinrichtungen zu finden.

Dafür wünschte er dem Familienunternehmen „Erfolg und ein gutes Händchen“. Für die Zeitkapsel, die traditionell in den Grundstein eingelassen wurde, hatte er als Ergänzung zu Münzen, Bauplänen und Tageszeitung ein Wattenscheider Siegel mitgebracht.

Nicht nur für ihn war der Griff zur Mörtelkelle anschließend eine Premiere, sondern auch für die begeisterten „kleinen Maurer“ des Kindergartens. „Ich hol’ mir eine Leiter und stell’ sie an den Apfelbaum“ hieß ihr Ständchen, für das sie dankbaren Applaus auf der Baustelle bekamen.

Einladung an die Nachbarn

Die dreigeschossige Anlage mit Flachdächern soll Anfang 2019 eröffnen und 80 Bewohnern Platz bieten, vollstationär in den Pflegegraden eins bis fünf. Schon mit den „französischen Balkonen“ mit bodentiefen Fenstern soll das Haus hell und offen gestaltet werden. Für schwerstpflegebedürftige oder demente Bewohner soll es spezielle Angebote geben. Etwa 65 Arbeitsplätze werden geschaffen, später sollen hier auch selbst Pflegekräfte ausgebildet werden.

Rund zehn Millionen Euro wird die Belia-Seniorenresidenzen GmbH auf dem über 3400 Quadratmeter großen Grundstück der Wohnungsbaugesellschaft Wattenscheid investieren.

Wert legt das Unternehmen darauf, die Nachbarn einzuladen, ob zum Mittagstisch, die Bücherei oder zu den geplanten Veranstaltungen. Schon jetzt, so merkte Geschäftsführer Andres Anspach an, zeige sich an den Fenstern der Nachbarhäuser, dass eine Teilhabe am Leben in diesem gesamten Wohnquartiere für die Senioren wichtiges Ziel sein solle.

Drei Lindenblätter und ein Korb mit Äpfeln

Drei Lindenblätter zeigt das Belia-Firmenlogo (Belia für: „Besser leben im Alter“), laut Geschäftsführer Andreas Anspach als Sinnbild für „Offenheit, Geselligkeit, Kommunikation“.

Die roten Äpfel, die die Kinder aus einem großen Korb verteilten, ließen sich die Arbeiter der Baufirma Schweers jedenfalls zufrieden schmecken.

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