Kirche

Die Zukunft der katholischen Kirche

Die Gertrudiskirche ist Zentrum der Pfarrei.

Foto: Klaus PollklŠsener

Die Gertrudiskirche ist Zentrum der Pfarrei. Foto: Klaus PollklŠsener

wattenscheid.   Der Entwicklungsprozess der katholischen Großpfarrei St. Gertrud gewinnt weitere Konturen. Überlegt wird, wie der künftige Weg aussehen soll.

Die Umsetzung der Maßnahmen soll 2018 erfolgen. Dazu fand jetzt ein Treffen der Pfarreigremien statt.

Zunächst hatte eine koordinierende Arbeitsgruppe an einer Vision für die katholische Kirche in Wattenscheid im Jahr 2030 gearbeitet, gefolgt von einer „Klausurtagung der Gremien“, zu der Mitglieder von Kirchenvorstand, Pastoralteam, Pfarrgemeinderat und Vertreter der Jugend eingeladen waren. Es galt eine gemeinsame Zielrichtung für das pastorale Konzept der Zukunft zu entwickeln und ein Redaktionsteam zu benennen.

Sechs Leitsätze

Pastor Thönnes stellte sechs Leitsätze vor, die als Grundpfeiler das pastorale Konzept tragen sollen: die gegenseitigen Potenziale (Orte und Menschen) der Ökumene; sich um Sorgen und Nöte der Menschen kümmern; (junge) Menschen sollen in Kontakt kommen und Unterstützung finden; in allen Stadtteilen präsent sein und dabei Schwerpunkte bilden. Und: „Wir sind eine Pfarrei, in der Hauptamtliche und Ehrenamtliche gemeinsam je nach Charisma sich einsetzen und das pastorale Leben gestalten.“

Votum erfolgt bis Ende 2017

Die Redaktionsgruppe besteht aus sechs Personen: Sara Feldmüller, Daniela Fittinghoff, Pascal Mucha, Pia Scholz, Alexander Thöne und Hans-Werner Thönnes.

Die Kirche wolle in allen Stadtteilen präsent sein und dabei Schwerpunkte an den verschiedenen Orten bilden, um die Stärken der einzelnen Gemeinden für die ganze Pfarrei zugänglich zu machen. Die identitätsstiftende Wirkung von Gemeinden und Stadtteilen soll weiterhin als Teil einer vielfältigen Pfarrei und Stadtkirche erhalten bleiben.

Finanzielle Zwänge

Angesichts der finanziellen Zwänge könne dies aber nicht bedeuten, dass jede Kirche und jedes pastorale Gebäude mittel- und langfristig erhalten werden kann und soll. „Auch wenn dies beim Gremientag zum pastoralen Konzept nicht im Fokus stand, müssen wir alle auf diese Realität vorbereitet sein.“ Bei der Konkretisierung der Zukunftsszenarien müsse neben dem Neugestalten „auch der Wille vorhanden sein, sich von Gewohntem und lieb Gewordenem zu trennen“. Die AG „Zahlen, Daten, Fakten“ lädt am 20. April um 19 Uhr die Pfarreigremien und interessierte Pfarreimitglieder ein, das Zahlenmaterial zu diskutieren.

Votum Ende 2017

Ende 2017 erfolgt die Erstellung des Votums, mit dem der Vorschlag für die künftige Pfarreistruktur dem Bischof unterbreitet wird. Die Umsetzung des Beschlossenen soll 2018 erfolgen.

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