Umwelt

Die wilde Wiese direkt am Autobahnkreuz lässt Ideen wachsen

Oliver Krischer MdB nimmt mit Oliver Buschmann (Mitte) und interessierten Anwohnern die Brachfläche in Augenschein.

Oliver Krischer MdB nimmt mit Oliver Buschmann (Mitte) und interessierten Anwohnern die Brachfläche in Augenschein.

Foto: Gero Helm / FFS

Wattenscheid-Heide.  Nachbarn sind aktiv für die Brache am Westkreuz in Wattenscheid. Straßen.NRW unterstützt die Renaturierung nach dem Scheitern der Autohof-Pläne.

Schon im kommenden Herbst will der Landschaftsingenieur von Straßen.NRW kleinere Maßnahmen in Auftrag geben, die die unscheinbare Brachfläche zwischen Wattenscheider Straße/Hansastraße und A 40 weiterentwickeln. Das Scheitern der Autohof-Pläne auf dieser Fläche gibt der Natur eine seltene Chance, und eine Nachbarschaftsinitiative setzt viel Energie dafür ein. Wofür sie nun auch Rückhalt in der Politik findet.

Bei einem Ortstermin überzeugte sich Oliver Krischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der grünen Bundestagsfraktion, mit Oliver Buschmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister und Kreisgeschäftsführer von Bündnis 90/Die Grünen in Bochum, von der Entwicklung dieses Fleckens mitten zwischen den viel genutzten Straßen.

Entgegenkommen des Landesbetriebs

„Ein Kleinod“, staunte der Bundestagsabgeordnete. Der Wattenscheider Parlamentarier Buschmann war überrascht bei den Erläuterungen von Norbert Philipp, Sprecher der Nachbarschaftsinitiative, von der umgehenden Reaktion des Landschaftsingenieurs bei Straßen.NRW.

Verpachtung ist möglich

Denn der hatte der Initiative sogar bereits den Vorschlag unterbreitet, die Fläche über einen Trägerverein zumindest für drei Jahre anzupachten. Die Bauverwaltung plant, auf der Brachfläche, die als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur beim Ausbau des Westkreuzes vorgehalten wurde, Neupflanzungen mit Hochstämmen, Buschgruppen und Biotopelemente wie Natursteinblöcke, Totholzbereiche und Greifvogel-Sitzstangen vorzunehmen.

Blick auch auf den Kabeisemannshof

Buschmann und Krischer unterstrichen die Bedeutung eines solchen nachbarschaftlichen Engagements für die Stadtentwicklung und sagten ihre Unterstützung zu. Dazu, erklärte Buschmann, müsste auch die Untere Denkmalbehörde und das Planungsamt mit ins Boot geholt werden.

Denn die Zukunft des gegenüber liegenden Kabeisemannshofes, inzwischen an einen Investor verkauft,

und der landwirtschaftlichen Fläche nebenan spielten bei der Entwicklung des Gebietes eine entscheidende Rolle. Eine Bebauung wie bei den inzwischen überholten Plänen zum Bau eines Autohofes würde einer naturnahen Rückentwicklung völlig widersprechen und müsse unterbunden werden.

Krischer blickte voraus: „Hier könnt ihr Kindern zeigen, dass Wald auch ohne Förster wächst.“

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