Gesellschaft

Die Stadtgestalter starten mit Rundgang zu Leither „Ecken“

Am Lohrheidestadion startete der neue Ortsverein der Stadtgestalter mit interessierten Anwohnern zum Rundgang durch Leithe, vorn Katja Pfingsten, Mitglied im Sozialausschuss für die Stadtgestalter.

Am Lohrheidestadion startete der neue Ortsverein der Stadtgestalter mit interessierten Anwohnern zum Rundgang durch Leithe, vorn Katja Pfingsten, Mitglied im Sozialausschuss für die Stadtgestalter.

Foto: Dietmar Wäsche / FFS

Wattenscheid-Leithe.  Die Wählergemeinschaft sammelt beim Rundgang im Wattenscheider Westen Kritik und Anregungen. Ein Fragenkatalog an die Verwaltung wird vorbereitet.

In ein Bündel von Anfragen an die Stadtverwaltung sollen die Anregungen und Fragen geschnürt werden, die der neue Ortsverein der Stadtgestalter bei einem Rundgang durch Leithe gesammelt hat. Zunächst hatte Katja Pfingsten, Mitglied im Sozialausschuss, eine gute Nachricht für die interessierten Nachbarn: Die neue, zweispurige Brücke an der Gelsenkirchener-/Leithestraße über den Radweg RS I soll noch im laufenden Jahr fertiggestellt werden.

Weniger flüssig ist der Fortgang an weiteren Stellen im Westen der Stadt, beginnend an der leerstehenden ehemaligen Holland-Schule an der Fröbelstraße. Diese wollte nach Informationen aus dem vorletzten Jahr die Awo zu einer Kindertagesstätte mit vier Gruppen umbauen, das Gebäude sollte dabei erhalten bleiben. Etwa ein Drittel der Räumlichkeiten sollten einer Sondernutzung zukommen. In dem markanten Ziegelbau wurden einst geistig behinderte Kinder unterrichtet und anschließend Flüchtlinge untergebracht.

Engpass am Fußgängerweg

Nachhaken wollen die Stadtgestalter auch beim Bau des Fußgängerweges an der Krayer Straße. Es gibt offenbar ein Konzept, die Bushaltestellen im Bereich des Aldi-Marktes zu verlegen und die Gehwegführung neu zu gestalten. Fünf große Pappeln engen den Durchgang auf der gegenüberliegenden Seite stark ein, die Wurzeln haben den Belag teilweise hochgedrückt.

Zukunft der Johannes-Kirche

Eher ein Gesamtthema für Leithe ergab sich rund um die St. Johannes-Kirche. Sie zählt zu den „weiteren Kirchen“ innerhalb der Wattenscheider Großpfarrei St. Gertrud, die nicht dauerhaft vom Bistum Essen weiter finanziert werden sollen. Der Förderverein setzt sich für eine teilweise Umnutzung des Gebäudes ein, auch könnten die Flächen von Gemeindehaus und Kindergarten an freie Investoren abgegeben und neu gestaltet werden. Ein sakraler Bereich soll erhalten bleiben.

Dabei warf die Gruppe der Stadtteil-Spaziergänger auch einen Blick auf den Friedhof an der Kemnastraße, der nicht neu belegt wird und in die Freiflächenplanung mit einbezogen werden soll, sowie die ehemalige Schule an der Bertramstraße, die zu einem Wohngebäude mit Genossenschaftlichem Wohnen umgebaut und neu belebt wird. Die Einrichtung war mit drei weiteren Wattenscheider Grundschulen wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen worden.

Rätselhafte Radweg-Markierung

Ein Rätsel ergab sich bei der Ortsbesichtigung an der umgebauten Kreuzung Jahnstraße/Weststraße. Nur auf dem vorderen Stück der Jahnstraße ist ein Radweg entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung der Einbahnstraße markiert, an der Kreuzung allerdings sind Einfahrt verboten und Fahrtrichtung geradeaus beschildert.

Rätselhaft ist anscheinend auch die Zukunft des ehemaligen Stellwerks am Radweg Richtung Lohrheide. Ein privater Pächter ist, so der Sachstand an diesem Abend, nach ersten Renovierungsarbeiten für eine neue Nutzung des ungewöhnlichen Gebäudes seit geraumer Zeit für die Stadtverwaltung nicht erreichbar.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben