Car-Freitag

Die Polizei organisiert einen Großeinsatz am „Car-Freitag“

Die Polizei kontrollieren am Car-Freitag getunte Autos auf dem Parkplatz am Dückerweg. Foto:Ingo Otto/Archiv

Die Polizei kontrollieren am Car-Freitag getunte Autos auf dem Parkplatz am Dückerweg. Foto:Ingo Otto/Archiv

Wattenscheid.   Auf dem Parkplatz Dückerweg in Wattenscheid werden an Karfreitag viele Auto-Tuner erwartet. Polizei kontrolliert Karossen und Geschwindigkeit.

Auf „Car-Freitag“ bereitet sich die Bochumer Polizei vor. Der ruhige Karfreitag gilt für die Auto-Tuning-Szene seit langer Zeit schon als fester Treff-Termin. Alle Jahre wieder kommt am Dückerweg – direkt an der A 40 gelegen – die Motorszene zusammen. Besitzer von PS-starken Karossen aus der gesamten Umgebung bis hin zum Niederrhein präsentieren ihre Boliden. Polizeisprecher Volker Schütte: „Es gibt immer wirklich schöne Autos zu sehen. Wenn sie denn auch alle verkehrstauglich und einwandfrei wären.“

Kontrollen auch auf der A 40

Die Direktion Verkehr der Bochumer Polizei organisiert für und am „Car-Freitag“ die Kontrollen am Dückerweg und auf der A 40. Laut Polizeisprecher Schütte „unterstützen Kollegen der Wattenscheider Wache, ein Sachverständiger und Gutachter der Dekra, das Technische Hilfswerk sowie die Bereitschaftspolizei und die Autobahnpolizei Dortmund die Kontroll-Aktion. Sie wird Geschwindigkeitsmessungen auf der A 40 durchführen“. Schütte weiter: „Wir gehen davon aus, dass aufgrund des angesagten guten Wetters viele Teilnehmer zum Dückerweg kommen.“ Die Polizei erwartet, dass schon am Vormittag ordentlich Betrieb auf dem Parkplatz zwischen dem Auto-Zubehör-Geschäft und dem Fast-Food-Restaurant herrscht. Das Treffen, so der Polizeisprecher, „geht den ganzen Tag über bis in den frühen Abend“.

42 Autos beanstandet

Im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der Teilnehmer relativ in Grenzen gehalten, so Schütte. „Es hat geregnet.“ Ungefähr 600 Autofans sind zum Treffen gekommen. 169 Autos sind „intensiv überprüft“ und 42 beanstandet worden. Schütte: „Sei es, dass sie tiefergelegt worden sind, die Heckscheibe mit schwarzer Folie verklebt oder die Reifenbreiten unzulässig waren.“ 19 Besitzern wurde die Betriebserlaubnis für ihre Karosse zunächst entzogen, zwölf Wagen die weiterfahrt untersagt. Schütte: „Die Autofahrer sind fit, haben technischen Sachverstand.“ So haben viele Hand angelegt und die von der Polizei oder dem Gutachter beanstandeten Mängel selbst behoben. Doch sind auch Abschleppwagen angerollt.

Spitzenreiter in der 30er Zone

In der Zeit von 10 bis 18 Uhr seien im vergangenen Jahr 1050 Geschwindigkeitsüberprüfungen auf der A 40, aber vor allem auch auf den innerörtlichen Straßen wie Fritz-Reuter- oder Westenfelder Straße, durchgeführt und dabei 192 Verstöße gemessen worden, acht davon mit Anzeigen. Schütte: „Spitzenreiter waren zwei Fahrer in einer 30er Zone. Einer ist mit 94 km/h, der andere mit 78 km/h gebrettert.“ Beide haben ein Fahrverbot bekommen. Sieben Fahrer sind verwarnt worden, weil sie nicht angeschnallt waren, fünf sind mit Handy am Steuer erwischt worden, ein Fahrer hat sich einem Drogentest unterziehen müssen. Schütte: „Wir sind gespannt, was in diesem Jahr Richtung Wattenscheid fährt.“

Technischer Zustand muss den Regeln entsprechen

Auch Peter Stephan, Chef der Wattenscheider Wache, findet: „Es sind schon tolle Karossen dabei. Aber der technische Zustand muss den Regeln entsprechen.“ Stephan könne sich daran erinnern, „dass vor vielen Jahren die Autos sechs bis sieben Zentimeter über dem Boden gelegen haben. Hier konnte jede Bodenwelle verursachen, dass der Auspuff abbricht“. Das bedeute vor allem Gefahren für den nachfolgenden Verkehr.

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