Brachfläche gestalten

Die Nachbarn sollen die Brachfläche in der City mitgestalten

Für die Beteiligung beim „Klassenzimmer für alle“ werben (v.l.) Raumplaner Florain Heinkel, Hauptschulleiter Marcel Schnürer, Gabriele Fuchs (VHS) und Stefan Westermeier (Ganztagskoordinator/Awo). Foto:Gero Helm

Für die Beteiligung beim „Klassenzimmer für alle“ werben (v.l.) Raumplaner Florain Heinkel, Hauptschulleiter Marcel Schnürer, Gabriele Fuchs (VHS) und Stefan Westermeier (Ganztagskoordinator/Awo). Foto:Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.   Beim Projekt „Klassenzimmer für alle“ an der Swidbertstraße sollen auch Anwohner mitmachen. Spielenachmittag und Sonntagspicknick sind geplant.

In ein „Klassenzimmer für alle“ soll sich die rund 750 Quadratmeter große Brachfläche an der Swidbertstraße, direkt neben der Liselotte-Rauner-Schule, verwandeln. Hauptschüler und Studenten der Technische Uni Dortmund entwerfen derzeit fleißig Gestaltungsvorschläge. Auch die Anwohner sollen eingebunden werden. Aber hier ist die Resonanz eher noch mager.

Unterstand für Regenwetter bauen

Die Veranstaltungsreihe verfolgt das Ziel, anschaulich die Theorie der Stadtplanung mit der Praxis und dem Alltag der Menschen vor Ort zu verbinden. Die Leitung des „Raumexperiments Swidbertstraße 6“ liegt bei der Volkshochschule. Projektleiter und Raumplaner Florian Heinkel: „Ab Mitte Mai werden wir auf dem Gelände einen Unterstand bauen, damit wir auch bei Regenwetter auf der Fläche arbeiten können. Wir hoffen, dass wir die Anwohner und Nachbarn dann eher gewinnen können, wenn sie sehen, dass auf der Fläche etwas passiert.“ Interessierte Bürger sind schon vorher, am 30. April um 15 Uhr in der Aula der Hauptschule willkommen, ihre Vorstellungen zur Gestaltung der Freifläche einzubringen.

„Urban Gardening“ ist eine Möglichkeit

Wie es derzeit, nach den ersten Treffen von Schülern und Studenten aussehe, so Heinkel, „könnte die Flächengestaltung auf ein Urban Gardening, also einen offenen Garten, hinauslaufen.“ Aber noch sei die Planung längst nicht abgeschlossen und Vorschläge willkommen.

„Das Projekt lebt davon, dass ganz verschiedene Personengruppen gemeinsam überlegen, wie solch ein Gelände für alle nutzbringend gestaltet und hergerichtet werden kann“, sagt Hendrik Baumeister, Professor an der Evangelischen Hochschule in Bochum, die sich ebenfalls am „Raumexperiment Swidbertstraße“ beteiligt.

„Gemeinsam schmeckt’s am besten“

Die Hochschule wird zwei Aktionen auf der Fläche durchführen: Am 19. Mai findet dort von 14 bis 18 Uhr ein „Spiel mit“-Nachmittag statt. Hier können alle Interessierten verschiedene Spielformate ausprobieren. Eine Mitmach-Küche unter dem Motto „Gemeinsam schmeckt’s am besten“ ist am 26. Mai von 15 bis 19 Uhr geplant.

Neugestaltung nur übergangsweise

Baumeister: „Beide Veranstaltungen werden innerhalb eines Praxis-Projektes von Studierenden der Ev. Hochschule Bochum mitgestaltet und durchgeführt. Die Veranstaltungen werden begleitet von Befragungen und Workshops über die Wünsche der Gäste zur Nutzung der Fläche.“

Zum Spiele-Nachmittag sind die Familien willkommen. „Gemeinsam wollen wir einen Bobbycar-Parcours bezwingen, malen und basteln oder uns auf dem Wasserspielplatz austoben,“ so Baumeister. Beim Sonntagspicknick werden verschiedene Speisen und Getränke ausprobiert und an einer langen Tafel verzehrt.

Die Neugestaltung wird nur übergangsweise die Freifläche verschönern, denn das Areal gehört der Stadt. Die zukünftige Entwicklung der Innenstadt-Fläche steht noch nicht fest.

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