Wohnungsbau

Die alte Hotel-Brandruine weicht modernem Wohnungsbau

Den Startschuss per Bagger für den Abbruch der Brandruine „Hotel am Südpark“ gab Bezirksbürgermeister Manfred Molszich symbolisch. Hier sitzt er im Führerhaus. Von links: Karsten Koch und Beatrix Knipping (Markus-Bau), Ratsmitglied Dieter Fleskes und Karlheinz Kayhs, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Wattenscheid. Foto:Joachim Haenisch

Den Startschuss per Bagger für den Abbruch der Brandruine „Hotel am Südpark“ gab Bezirksbürgermeister Manfred Molszich symbolisch. Hier sitzt er im Führerhaus. Von links: Karsten Koch und Beatrix Knipping (Markus-Bau), Ratsmitglied Dieter Fleskes und Karlheinz Kayhs, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Wattenscheid. Foto:Joachim Haenisch

Bezirksbürgermeister betätigt symbolisch zum Bauauftakt den Bagger. Auf dem Gelände des „Hotel am Südpark“ entstehen 15 Eigentumswohnungen.

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Der Schandfleck zwischen Höntrop und Eppendorf weicht, ist bald Geschichte. Die Brandruine, das ehemalige Hotel am Südpark an der Höntroper Straße, wird endlich abgerissen. An gleicher Stelle setzt das Bochumer Unternehmen Markus-Bau ein Mehrfamilienhaus mit 15 Eigentumswohnungen hin. Gestern Mittag gab Bezirksbürgermeister Manfred Molszich den Startschuss für die Abbrucharbeiten.

Unendliche Geschichte

Er setzte sich ins Führerhaus des Abrissbaggers und durfte die Reißzähne der Schaufel symbolisch in die Außenwand schlagen. „Was länge währt, wird endlich gut“, kommentierte Molszich und meinte damit die fast unendliche Geschichte dieses ehemaligen Hotels, das am 29. November 2004 durch ein Feuer zur hässlichen Brandruine geriet. Molszich und die Politik insgesamt sind „froh, dass hier endlich etwas passiert.“

2700 Quadratmeter groß ist das Grundstück

Knapp 2700 Quadratmeter groß ist das Grundstück. Das Mehrfamilienhaus mit 15 barrierearmen Eigentums- und Penthousewohnungen soll Wohneinheiten in der Größenordnung zwischen 79 und 142 qm bieten. Über zwei Eingänge wird der Komplex verfügen, ebenso über zwei Aufzüge. Unter dem Mehrfamilienhaus ist eine Tiefgarage geplant, die 15 Stellplätze bieten soll, weitere sieben Plätze wird es auf dem Gelände geben. Das Investitionsvolumen liegt bei insgesamt 5,3 Millionen Euro.

Viele Spekulationen

Die Planungen für den Wohnkomplex, Projekt „Wohnen am Südpark“, kommt komplett aus dem Hause Markus-Bau. Den Vertrieb der Wohneinheiten übernimmt die Sparkasse Bochum, hier die S-Immobilien GmbH. Beim Ortstermin ging der Firmen-Geschäftsführer Karsten Koch noch einmal auf die lange Geschichte der Bauruine ein. Nach dem Feuer verwahrlosten Haus und Grundstück. Spekulationen und auch Spekulanten gab’s und vielerlei Versionen, was mit dem Gelände künftig passieren könnte. Hier reichten die Ideen vom Etablissement bis hin zum Altenwohnheim.

Verwaltungsgericht

Schließlich kaufte das Unternehmen UHB Burhenne das Grundstück samt Ruine, um dort seriös zu bauen. Die Stadt Bochum lehnte aber im Juli 2014 einen Antrag auf Bauvorbescheid zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses ab mit der Begründung, dass dort auch künftig eine Bebauung mit gastronomischer Nutzung errichtet werden solle. Burhenne zog vor das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Dies entschied im September 2015, dass die beantragte Nutzungsänderung – Wohnen – zulässig ist. Die Stadt Bochum wurde verpflichtet, einen positiven Bauvorbescheid zu erteilen.

Antrag auf Erteilung eines Bauvorbescheids

Markus-Bau stellte im Oktober 2016 für das Grundstück an der Höntroper Straße 103 bei der Stadt Bochum einen Antrag auf Erteilung eines Bauvorbescheids auf ein Mehrfamilienhaus mit 15 Eigentumswohnungen. Ende November 2016 schließlich kaufte Markus-Bau das Grundstück. Und bekam im Januar dieses Jahres die beantragte Abbruchgenehmigung und im März 2017 den positiven Bauvorbescheid.

„Nicht eine intakte Fliese haben wir gefunden“

Im Juni stellte das Unternehmen den Antrag auf die Baugenehmigung. Dieser wird derzeit noch bei der Stadt Bochum bearbeitet und, so Geschäftsführer Karsten Koch, „steht erkennbar vor der Erteilung“. Die Entkernungsarbeiten haben bereits im Oktober begonnen. Koch: „Man kann sich nicht vorstellen, was wir alles schon aus dem Gebäude herausgeholt haben. Es ist immer wieder geplündert und innen weiter zerstört worden. Nicht eine intakte Fliese haben wir gefunden.“

Jetzt starten also die Abbrucharbeiten, die bis Anfang Dezember erledigt sein sollen. Geplanter Baubeginn des Komplexes ist Juli 2018, mit der Fertigstellung rechnet die Firma im Herbst 2019.

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