Sanierung

Der Umbau am Lohrheidestadion in Wattenscheid verzögert sich

Das Mehrzweckgebäude am Lohrheidestadion soll umgebaut werden.

Das Mehrzweckgebäude am Lohrheidestadion soll umgebaut werden.

Foto: Gero Helm

wattenscheid-Leihe.   Das Mehrzweckgebäude am Lohrheidestation soll saniert werden. Doch die Stadt hat die Umbaumaßnahmen erneut verschoben.

Der umfassende Umbau des Mehrzweckgebäudes am Lohrheidestraße 82 verzögert sich weiter. Erst einmal stellt die Stadt 254.000 Euro für dringend erforderliche Maßnahmen bereit, um vor allem die Betriebsbereitschaft des Gebäudes für die nächsten vier Jahre sicher zu stellen.

Die Verwaltung soll außerdem prüfen, ob auch die Sanierung der Sanitäranlagen und Umkleideräume in die Umbaumaßnahmen einbezogen werden können. Dafür gab der Sportausschuss einstimmig grünes Licht. Zudem soll die Bezirksvertretung in der ersten Sitzung nach der Sommerpause über das weitere Vorgehen unterrichtet werden. Jetzt geht es vor allem erstmal darum, sich um wichtige Brandschutzmaßnahmen zu kümmern.

Zwei Millionen Euro Investition

Lohrheidestadion und Umfeld sollen erneuert werden, um wieder Deutsche Leichtathletikmeisterschaften austragen zu können. Nach eingehenden Untersuchungen des Baugrunds, der Abwasserleitungen und der Deckenqualität durch Fachfirmen stellte sich allerdings heraus, dass die Sanierung viel aufwendiger sei als gedacht. Mittlerweile ist von über zwei Millionen Euro die Rede.

Auch die Toiletten, Duschen und Umkleiden sind stark erneuerungsbedürftig. „Hier muss sich dringend was tun, nicht erst in vier oder fünf Jahren“, betonte Hans Henneke (CDU) in der Bezirksvertretung. Auch Hans Balbach (CDU) und Karl Heinz Sekowsky (UWG/Freie Bürger) erklärten nach dem Ortstermin, dass dringender Handlungsbedarf herrsche. Die Regionalliga-Fußballer der SG Wattenscheid 09, Leichtathleten des TV 01, Schulen und weitere Vereine nutzen die Einrichtungen.

Rot-Weiß Leithe ebenfalls Thema

Ein weiteres Thema im Sportausschuss: Rot-Weiß Leithe kann seine Umkleiden wohl doch behalten – das geht aus einer Antwort der Verwaltung auf eine SPD-Anfrage hervor. „Über die Entwicklung sind wir sehr froh“, sagt Burkart Jentsch (SPD). „So ersparen sich Verein und Verwaltung die Suche nach anderen Lösungen.“ Im Februar hatte er die Anfrage im Ausschuss gestellt. „Laut damaligem Stand hat die Stadt den Mietvertrag für die Umkleideräume gekündigt und der Verein wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Grund dafür war vor allem der bauliche Zustand.“ In einer ersten schriftlichen Antwort habe die Verwaltung noch erklärt, „dass der Mietvertrag zwar nicht gekündigt, aber der Vertrag auch nicht verlängert würde. Doch das ist zum Glück auch vom Tisch“. Weiter: „Wie wir im Ausschuss Anfang April erfahren haben, wird die Stadt die Umkleiden weiterhin anmieten, wenn eine dreimonatige Kündigungsfrist möglich ist.“

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