Baustelle Marienstraße

Der Kanalbau auf der Marienstraße erfolgt ohne eine Baugrube

Halbseitig gesperrt ist die Marienstraße zwischen Hüller Straße und Am Krankenhaus, die eigentlichen Arbeiten laufen unterirdisch.

Halbseitig gesperrt ist die Marienstraße zwischen Hüller Straße und Am Krankenhaus, die eigentlichen Arbeiten laufen unterirdisch.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.  Unterirdisch wird der Kanal in der Marienstraße am Rande der Innenstadt komplett abgedichtet. Die Sperrung sorgt für Staus auf der Hüller Straße.

Baustelle auf der Marienstraße: Die Sozialen Netzwerke unken schon seit Tagen, die Firma Hundertmark war flott und zügig im Einsatz, und damit mehrten sich die Anzeichen, dass die Marienstraße kurzfristig zur Einbahnstraße wird. Es fand sich aber kein Eintrag auf der Internetpräsenz www.bochum.de unter der langen Liste der aktuellen oder anstehenden Baustellen im Stadtgebiet.

Dabei könnte die Stadtverwaltung mit dem werben, was hier praktisch unsichtbar, weil tief unter der Straßenoberfläche, passiert. Vor allem: Ohne einen Pressluft-Hammer-Schlag, ohne einen Krümel Bitumen aufzunehmen. Der Kanal wird auf der ganzen Strecke zwischen Hüller Straße und „Am Krankenhaus“ umfassend saniert, ohne ausgetauscht werden zu müssen, ohne Baugrube, Staub, Lärm, Dreck, unbeeinträchtigt selbst von Starkregenfällen.

Martin Vantriehl von der ausführenden Firma Geiger Kanaltechnik erzählt bereitwillig, was da in etwa 3,50 Metern Tiefe passiert. „Nach der Reinigung des Kanals ziehen wir einen harzgetränkten Schlauch ein, der mit Luft aufgestellt wird und so das alte Rohr von innen dicht auskleidet.“

Das Harz wird mit UV-Licht gehärtet, die Lichtquelle mit genau definierter Geschwindigkeit durchgeschoben. Mit einem Fräsroboter werden anschließend in einem zweiten Schritt der Gesamtmaßnahme die Hausanschlüsse geöffnet und wieder dicht angeschlossen.

Zwei Wochen Einbahnstraße

„Und darauf gibt’s 50 Jahre Garantie,“ meint er schmunzelnd. Mit den angesetzten 14 Tagen für die Sperrung werde man wohl hinkommen. schätzt Vantriehl.

Das absolute Halteverbot auf der Seite der Marienstraße Richtung Bochum zwischen der Hüller Straße und Am Krankenhaus war allerdings schon vor etwa einer Woche mit dem Zusatz „ab 3. Juni“ eingerichtet worden. Über

Hintergründe war aus dem Rathaus nichts zu erfahren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hatte die Firma Hundertmark Warnbaken, Leuchten und Schilder schon griffbereit abgestellt. Und zwar mit dem Vorwegweiser, dass ab dem 5. Juni die Marienstraße zur Einbahnstraße und die Umleitung über die Hüller Straße eingerichtet würde. Die Bogestra meldete dann am Montag, dass die Busse der Linie 363 in Richtung Südfeldmark ab Mittwoch für zwei Wochen umgeleitet würden. Die Baustelle werde wegen Arbeiten an einer „Versorgungsleitung“ eingerichtet.

Erst am Dienstag dieser Woche, also einen Tag vor Beginn der Arbeiten und Einrichten der Baustelle, kam die knappe Nachricht aus dem Rathaus: „Kanalsanierung vom 5. Juni bis Freitag, 14. Juni“.

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