Kinder-Musical

Das Kinder-Musical um Feen und Drachen erntet viel Applaus

Feen und Wichtel vom Südpark helfen der kleinen Heldin Elsa auf ihrem Weg in die Märchenwelt.

Feen und Wichtel vom Südpark helfen der kleinen Heldin Elsa auf ihrem Weg in die Märchenwelt.

Foto: Stefan Arend

Höntrop.   Die Musical Kids Wattenscheid bringen das neue Singspiel um die „Feen vom Südpark“ auf die Bühne. Die Ortsgeschichte wird um ein Märchen reicher.

Ein volles Haus ist schon garantiert, wenn der Chorverband Wattenscheid und die Music Factory Hattingen e.V. ihre Jugend-Mannschaft auf die Bühne schickt. „Die Feen vom Südpark und der vergessene Drache von Zeche Anna Maria Steinbank“ stand auf dem Programm, und es wurde ein neuer Erfolg für das Kinderprojekt. Bis auf zwei der jugendlichen Darsteller waren bei der Aufführung im Kolpinghaus am Hellweg nach dem Weihnachts-Stück zum Auftakt alle mit dabei. Und es sollte noch ein bisschen weiter ins Wattenscheider Geschehen und die Märchenwelt eingetaucht werden.

Nach den Turbulenzen um den verschwundenen Weihnachts-Wünsche-Briefkasten, auf den es den entscheidenden Hinweis für die kecke Lillyfee am Förderturm von Zeche Holland im ersten Stück gab, stand nun Schacht 4 der längst zugeschütteten Zeche Anna Maria Steinbank am Südpark im Blickpunkt. Das ist der mystische Stoff für die zehnjährige Elsa „von der Hesternstraße“, die als Träumerin sowieso schon von ihren Mitschülern gehänselt wird.

Aber sie hört doch ganz deutlich nach ein Wimmernd und Donnern aus dem Boden, das sie nicht schlafen lässt. Auf ihrem Geheimplatz im Südpark helfen ihr erst die fleißigen Zwerge und die singenden Feen und führen sie zum Wassergeist im Teich am Südpark. Und der weiß dann schließlich noch etwas aus der grauen Vorzeit, als eine Drachenmutter in Höntrop ein Ei legte. Was dann wohl im Stollen von Zeche Anna Maria Steinbank geschlüpft ist.

In der Umbau-Pause des kindgerecht in nicht zu lange Akte aufgeteilten Singspiels wischte sich der Macher der Hattinger Music Factory, Gerd Siebert, denn doch einmal etwas Schweiß von der Stirn. „Diesmal war es schon extrem mit Kindern von gerade viereinhalb Jahren,“ meinte er. Außerdem haderte der Autor, Komponist, Regisseur, Kostüm- und Bühnenbildner in einer Person diesmal mit der Technik, die beim aktuellen Stück aber so gar nicht pannenfrei den Gesang in den proppenvollen Saal überspielen wollte.

Zum Abschluss das Steiger-Lied

Ganz spezielle Unterstützung bekamen die Musical Kids außerdem vom Wattenscheider Shanty-Chor, der mit allen das bekannte Steiger-Lied als krönenden Abschluss eines Kinder-Bergbau-Sagen-Abends anstimmte. Zur Freude der kleinen Gäste natürlich mit der siebten Strophe und den Zeilen mit dem Leder und dem Schnaps.

Anfang November soll es weitergehen in der Wattenscheider Musical-Erfolgsgeschichte“, dann mit „Hänsel und Gretel“ und Musik nach Engelbert Humperdinck.

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