Kommunalpolitik

CDU nominiert Haardt mit 91,1 Prozent als OB-Kandidaten

Ingrid Fischbach, ehemalige Bundestagsabgeordnete und Versammlungsleiterin beim CDU-Kreisparteitag, gratuliert Christian Haardt für seine Nominierung zum OB-Kandidaten.

Ingrid Fischbach, ehemalige Bundestagsabgeordnete und Versammlungsleiterin beim CDU-Kreisparteitag, gratuliert Christian Haardt für seine Nominierung zum OB-Kandidaten.

Foto: Uli Kolmann / WAZ

Bochum-Wattenscheid.  Der Kreisparteitag der CDU Bochum folgt mit großer Mehrheit dem Vorstandsvotum. Christian Haardt wird zum Kandidaten für die OB-Wahl aufgestellt.

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„Wir wollen am 13. September 2020 kräftig feien und uns auf fünf gute Jahre für unsere Stadt freuen.“ Christian Haardt (54), Kreisvorsitzender der Bochumer CDU, bekam nach dem einstimmigen Votum des Kreisvorstandes nun auch die Rückendeckung der Mitglieder.

Beim 92. Kreisparteitag in der Alten Lohnhalle der Zeche Holland in Wattenscheid erhielt er 91,1 Prozent der Stimmen und ist damit der CDU-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl 2020. Haardt, einziger Kandidat des Abends, zeigte sich kämpferisch: „Wir müssen und wollen die rot-grüne Mehrheit im Bochumer Rathaus brechen“, der Wahlkampf beginne jetzt schon.

Er begrüßte unter den Gästen vor allem den Ehrenvorsitzenden und Minister a.D. Jochen Borchert mit Frau Ingrid und Klaus Franz, „mit dem wir es bei der letzten OB-Wahl 2015 fast geschafft hätten.“ Als Maxime für die CDU-Position gab Haardt „wirtschaftlich, bürgernah und umsetzbar“ aus, „einen ordentlichen Umgang mit Steuergeldern, nicht für utopische Luftschlösser.“

Kritik an mangelnder Digitalisierung

Er kritisierte, dass unter Thomas Eiskirch Bochum als Gigabit-City aufgebaut werden solle, und immer noch Breitband-Internet-Anschlüsse an den Schulen fehlten. „Das bisschen Bewegung mit der rot-grünen Koalition ist noch längst keine frische Brise in der Flaute, sondern nur heiße Luft“, monierte der passionierte Segler.

Charakter der Radialstraße erhalten

Die CDU setze sich vehement gegen eine Bevormundung der Bürger ein. So müsse sich beim Verkehr etwa die Situation für alle Teilnehmenden gleichermaßen verbessern, und „aus der Wittener Straße kann keine zweite Herner Straße werden, wo man alle paar Meter vor einer Ampel steht.“ Die Radialstraßen müssten ihren Charakter behalten.

Der Rechtsanwalt Haardt, als erster CDU-Bezirksvorsteher von 1994 bis 1999 im Bochumer Süden mit den Stimmen der Grünen gewählt und inzwischen Ratsfraktions- und Kreisvorsitzender der Bochumer Christdemokraten, erhielt 143 der abgegebenen Stimmen bei 14 Gegenstimmen, drei Enthaltungen, was einer Quote von 91,1 Prozent entsprach. Bei Klaus Franz waren es 96,3 Prozent, 182 von 191 Stimmen bei zwei Enthaltungen und sieben Nein-Stimmen.

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