Cartoons in der Kirche

Cartoon-Schau thematisiert „Erregung – bleiben Sie ruhig“

Karikaturist Michael Hüter und Pfarrerin Monika Vogt präsentieren hier erste Hüter-Cartoonsin der Friedenskirche.

Karikaturist Michael Hüter und Pfarrerin Monika Vogt präsentieren hier erste Hüter-Cartoonsin der Friedenskirche.

Foto: Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.   Der Illustrator und Karikaturist Michael Hüter zeigt seine Werke in der Friedenskirche. Die Ausstellung wird mit einem Gottesdienst eröffnet.

Um das Gefühl der Erregung, Aufregung dreht sich die Ausstellung die der Wattenscheider Karikaturist und Illustrator Michael Hüter (56) ab Ende April in der Friedenskirche präsentieren wird.

Er dreht die Thematik um und sagt: „Bleiben Sie ruhig.“ Und: „Mann kann nicht arbeiten, wenn man sich ständig über alles aufregt. Vielmehr sollte man sich Zeit nehmen und mal nachdenkt.“ Die Ausstellung wird mit am Sonntag, 28. April, um 18 Uhr mit einem Abendgottesdienst in der Friedenskirche an der Hochstraße eröffnet.

Pfarrerin Monika Vogt sagt dazu: „Um den Gemütszustand der Erregung zu verdeutlichen, wenden wird das Bild vom goldenen Kalb aus dem Alten Testament an.“ Das goldene Kalb war laut biblischer Überlieferung ein Götzenbild, das die Israeliten nach dem Auszug aus Ägypten schufen, während Moses auf dem Berg Sinai die zehn Gebote erhielt. Das Volk war erregt, aufgeregt und bereit, seinen Goldschmuck herzugeben, um besagtes Götzenbild zu formen.

Während es Gottesdienstes zeichnet Michael Hüter Schnell-Cartoons. „Ich werde die Stimmung einfangen und nicht die Menschen, die den Gottesdienst besuchen zeichnen“, sagt er. Zehn bis 15 Schnell-Cartoons wird er auf Skizzenpapier mit Tuschestift im Din-A-3-Format anfertigen und anschließend auf dem kleinen Empfang präsentieren und mit den Besuchern auch darüber diskutieren

Im Kirchenraum stellt er 50 bis 60 seiner Illustrationen zum Thema „Erregung – bleiben Sie ruhig“ im Din-A-4-Format aus. Die Karikaturen spiegeln Szenen aus dem kirchlichen und Bildungsbereich oder beschäftigen sich mit sozialen Medien. Hüter meint: „Cartoons dürfen deutlich sein. Sie sagen, was man selbst nicht ausspricht.“ Bevor der Karikaturist sein Können zur Profession gemacht hat, „habe ich evangelische Theologie studiert.“ Die Zeichnungen sind zwei etwa Monate in der Friedenskirche zu sehen sein.

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