Großbaustelle

Bürgersteig der Bochumer Straße wird nur einseitig saniert

Gebrochene Platten und unebenes Pflaster: Cornelia und Dirk Salamon fragen, warum die Gehwege der Bochumer Straße nicht auf beiden Seiten saniert werden.

Foto: Gero Helm

Gebrochene Platten und unebenes Pflaster: Cornelia und Dirk Salamon fragen, warum die Gehwege der Bochumer Straße nicht auf beiden Seiten saniert werden. Foto: Gero Helm

Wattenscheid.   Anwohner beklagen, dass der nördliche Gehweg der Bochumer Straße trotz Großbaustelle nicht erneuert wird. Stadt Bochum bezieht Stellung.

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Seit einem Jahr leben die Anwohner der Bochumer Straße mit einer Großbaustelle – und mit allen Erschwernissen. Die Liste reicht von Baulärm über Umsatzeinbußen des Handels bis zu Parkplatz- und Verkehrsproblemen durch Sperrungen und Einbahnstraßenregelungen. Für Unverständnis sorgt zudem die Tatsache, dass der nördliche Bürgersteig nicht erneuert wird: „Das können wir überhaupt nicht nachvollziehen, da eine Sanierung nötig wäre“, berichtet Cornelia Salamon dieser Redaktion.

Aufwertung des Stadtbildes

Unebenes Pflaster und deutliche Bodenabsenkungen würden vor allem älteren Leuten mit Rollatoren Probleme bereiten, geraten jedoch auch in der Dunkelheit schnell zu Stolperfallen. Neben der Sicherheit spricht ihr Ehemann Dirk Salamon einen weiteren Aspekt an: „Es wird immer wieder von der Verschönerung Wattenscheids gesprochen, diese durch das Fassadenprogramm der ,Sozialen Stadt’ mitfinanziert. Ein neuer Bürgersteig würde den Bereich hier deutlich aufwerten.“ Vor vier Jahren bezogen Salamons das Steigerhaus an der Bochumer Straße auf Höhe und Seite der Dickebankstraße (Nähe Centrumplatz). Sie selbst haben umfassende Sanierungen geplant, etwa neues Pflaster im vorderen Bereich des Hauses. „Wir sind allerdings nicht bereit, alles neu zu pflastern, während die Stadt nichts am Bürgersteig macht“, sagt Dirk Salamon.

Schäden durch Baustellenfahrzeuge

Im Gegenteil: „Zum Glück haben wir noch nicht begonnen. Ständig fahren schwere Fahrzeuge über die Platten des Weges und den Rasen und beschädigen dadurch beides“, fährt er fort und zeigt auf die gebrochenen Steinplatten.

Thomas Fründ, zuständig für das Baustellenmarketing beim Tiefbauamt der Stadt Bochum, erklärt auf Anfrage: „Ursächlich für die Baustelle sind die Gleisbaumaßnahmen der Bogestra. In diesem Zuge werden von uns auch die Kanäle, von den Stadtwerken die Versorgungsleitungen erneuert.“

Es handele sich also nicht um eine „Straßenbaumaßnahme“, wie an der Herner Straße. Fründ: „Da die Leitungen auf der südlichen Seite im Gehweg liegen, wird dieser direkt neu gemacht. Auf der angesprochenen nördlichen Seite wird nicht neu gepflastert, da dort nur wenige Leitungsarbeiten stattfinden.“

Keine Sanierung in absehbarer Zeit

Die Erneuerung dort hätte zu Verschiebungen von Arbeitsabläufen geführt, den Bahnbetrieb beeinflusst, so die Bauzeit deutlich verlängert und weitere Kosten verursacht, die im Budget nicht zur Verfügung standen. Eine Kontrolle vor Ort habe ergeben, dass der „Gehweg nicht ansehnlich ist, aber verkehrssicher. Daher können wir für 2017 und 2018 keine Sanierung in Aussicht stellen“.

Fründ verspricht allerdings: „Schäden innerhalb des Bauzaunes, wie gebrochene Pflasterplatten, werden nach Ende der Baumaßnahme wieder hergestellt.“

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