Vereinsleben

Bürgermeisterin gibt „Grünes Licht“ für den Karnevalszug

Besonders feierlich gestaltete die Show- und Tanzgarde Herne ‘87 die Eröffnung bei der Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der K.G. Blau-Weiss Günnigfeld.

Besonders feierlich gestaltete die Show- und Tanzgarde Herne ‘87 die Eröffnung bei der Jubiläumsveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der K.G. Blau-Weiss Günnigfeld.

Foto: Carsten Klein / FFS

Wattenscheid-Günnigfeld.  Zum Jubiläum der K.G. Blau-Weiss Günnigfeld lässt Gaby Schäfer die Wattenscheider Narren strahlen. Bunte Feier macht Geschmack auf die Session.

Noch ist der Karneval nicht gestartet, unterstrichen die Traditionalisten bei der Feier im Wichernhaus. Die beginnt demnach in Wattenscheid erst mit der Prinzenproklamation, auch wenn Bodo I. und Prinzessin Alexandra I. ihre Kür im Ratssaal schon hinter sich gebracht haben. So herrschte noch keine strenge „Anzugsordnung“ zum Jubiläum der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiss Günnigfeld, festlich, aber noch nicht in vollem Ornat versammelten sich die Delegationen zum 50. Wiegenfest des Traditionsvereins. Aber Geschmack auf die 5. Jahreszeit haben sie spätestens da bekommen.

Dass der Tag ganz im Zeichen des Karnevals und der Vereinsgeschichte der letzten fünf Jahrzehnte stand, war damit vorgegeben. Den Blick nach vorn, und zwar mit strahlenden Augen bei allen, richtete allerdings eine Querenburger Gratulantin, Bürgermeisterin Gaby Schäfer (SPD). Vielleicht nicht umsonst hatte sie Klaus Zirkel, Präsident der „Blau-Weissen“, als „überaus beliebte Repräsentantin der Stadt“ begrüßt. Denn die bedankte sich herzlich für das wertvolle Kompliment: „Damit fühle ich mich Euch so nah.“

Keine finanziellen Auflagen für die Vereine

Wie nah, das packte sie dann in ihrem Grußwort aus. Denn für das Engagement und die Aktivitäten rund um die Brauchtumspflege, das Vereinswesen, den Wattenscheider Karneval eben, sicherte sie an diesem Geburtstagsmorgen den Rückhalt der Mitglieder des Rates und auch aus der Verwaltung zu. Sie sprach damit vor allem dem großen Karnevalsumzug durch die Hellwegstadt die nötige Sicherheit zu. Es könne sich niemand ernsthaft dagegen stellen, dass keine finanziellen Auflagen durch verschärfte Sicherheitsvorschriften auf die teilnehmenden Vereine zukommen. Ein Geburtstagsgeschenk, von dem nicht nur die K.G. Blau-Weiss höchst erfreut war. „So klar hat das noch keiner gesagt“, unterstrich daher auch Rüdiger Preußner, Geschäftsführer des Festausschusses Wattenscheider Karneval.

Der Vollständigkeit halber: Die parlamentarischen Gremien beraten in den nächsten Sitzungen die konkreten Förderungen zum Erhalt des Karnevalsumzugs.

Festliche Eröffnung mit Tanz und Fanfaren

Formvollendet hatte der Tag um 11.11 Uhr begonnen, diesmal allerdings mit einer sehr festlichen, ballettartigen Einlage der Show- und Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft Herne ‘87. Dies auch schon seit 22 Jahren in freundschaftlicher Verbundenheit, wie Klaus Zirkel unterstrich und zum ersten dreifachen „Blau-Weiss, Helau“ ansetzte. Eine ebensolche Freundschaft verbindet die K.G. mit dem 1. Alt-Bochumer Landsknecht-Fanfarenzug, der auch heute wieder die Begleitung übernahm.

Diese Farben blieben im Zentrum, denn Zirkel versammelte mit Frank Langkau als Präsidenten alles an Ehrenmitgliedern, Ehrenvorsitzenden, Ehrenpräsidenten, schlicht die gesamte Karnevals-Familie, auf der Bühne, um sie nach und nach mit dem neuen, dem Jubiläumsorden auszuzeichnen. Der übrigens durch seine betont schlichte Gestaltung mit dem traditionellen Emblem des Hausordens besonders edel ausfällt.

Erster Orden für Gründungsmitglied Werner Bewer

Erster Ordensträger zum Jubiläum sollte Gründungsmitglied Werner Bewer sein, der die Auszeichnung von seiner Tochter, der ersten Kassiererin Angela Stecher unter großem Beifall erhielt.

Bezirksbürgermeister Manfred Molszich (SPD) würdigte schließlich bei seinem Blättern durch 50 Jahre Geschichte

launig Besonderheiten des Vereins: Die Schreibweise „blau-weiss“, mit Lore Simon die Berufung einer Frau in den Elferrat schon in den Anfangsjahren nach 1969, und die Gestaltung des Umzugswagens. Die Narrenkappe darauf erlaubt mit einem Klapp-Mechanismus, auch die sonst zu niedrige Brücke am Aschenbruch zu passieren. Sein Geburtstagsgeschenk war etwas härter als das von Gaby Schäfer, er hatte im Fundus eine Kachel mit dem Wattenscheider Stadtwappen aufgetan, „sicher bei Ebay in ein paar Jahren richtig was wert.“

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