Polizei-Reiterstaffel

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Baupläne für Reiterstaffel

Volker Müller und Tobias Dannappel (r.) von der Initiative Stadtwald bündelten die Informationen über das schwebende Verfahren rund um die Polizei-Reiterstaffel in der Gaststätte am Südpark.

Volker Müller und Tobias Dannappel (r.) von der Initiative Stadtwald bündelten die Informationen über das schwebende Verfahren rund um die Polizei-Reiterstaffel in der Gaststätte am Südpark.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Höntrop.  Der Stadtwald-Verein moniert die Pläne für die neue Zentrale der Polizei-Reiterstaffel am Zeppelindamm. Eine Klage ist nur für Anlieger möglich.

Möglichst sachlich und ohne Emotionen, die nicht weiterhelfen würden, so sollte die Diskussion um die geplante Ansiedlung der NRW-Polizei-Reiterstaffel am Zeppelindamm verlaufen. Zahlen und Fakten „so weit wir wissen“ wollte die Initiative Stadtwald bei einer Bürger-Information zum schwebenden Verfahren darstellen, vor allem aber die Motivation des jungen Vereins.

„Wir haben nichts gegen Pferde, nichts gegen die Polizei“, unterstrich Volker Müller, gemeinsam mit Tobias Dannappel Sprecher des Vereins. „Aber wir wenden uns vehement gegen die bisher bekannt gewordene Größe für dieses Vorhaben an dieser Stelle.“ Als Grundlage der Diskussion in der Restauration des Wattenscheider Reitvereins am Südpark konnten daher nur die Flugblätter dienen, die die Polizei selbst in der Höntroper Nachbarschaft verteilt hatte.

Mietvertrag für das Gelände unterschrieben

Danach sind die Verträge mit dem Landwirt Rüsing unterschrieben, dessen Gelände an der Zollstraße die Polizei als geeignet ausgewählt hat. Die bisher auf die Standorte Dortmund und Jülich aufgeteilte Landes-Reiterstaffel ist danach inzwischen dem Polizeipräsidium Bochum unterstellt und soll dort zusammengefasst werden, möglichst schon ab 2021. Eine Bauvoranfrage ist bei der Stadt Bochum gestellt, somit handele es sich um ein schwebendes Verfahren.

Info-Veranstaltung am 29. Juli vor Ort

Für Montag, 29. Juli, ab 17.30 Uhr ist auf dem Hof Rüsing eine Informationsveranstaltung der Behörde vorgesehen. „Den Besuch können wir nur empfehlen,“ gab Müller weiter, „auch wenn der Termin in den Ferien liegt.“ Außerdem berichtete er, seit der Widerstand des Stadtwald-Vereins gegen das Vorhaben öffentlich wurde, seien alle Kontakte zu Ämtern und Behörden wie abgerissen.

Auslöser Abholzung am Zeppelindamm

Nach den Erfahrungen mit dem „Kahlschlag“ des Landesbetriebs Straßen.NRW am Zeppelindamm im vergangenen Herbst hatte sich die Initiative gegründet. Die Ziele seien grundsätzlicher Art, betonte Müller: „Förderung des Naturschutzes und der Grünpflege“, was den Widerstand wegen des zusätzlichen Verkehrs und durch den möglichen Eingriff in die Freiflächen und Frischluftschneisen in diesem ohnehin „schutzwürdigen Bereich“ erkläre.

Zumindest fragwürdig ist für die Initiative Stadtwald das planerische Vorgehen mit einer Befreiung von den Festschreibungen des geltenden Bebauungsplans Nr. 60, indem allein ein Acker in eine Grünfläche verwandelt werde. Müller und Dannappel bekräftigten, ein großer Neubau auf dem Hofgelände sei nicht notwendig, ein Umbau würde ausreichen und es gebe aus Sicht des Vereins sehr wohl verträgliche Konzepte für die Ansiedlung der Reiterstaffel.

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