WAT schön – WAT schäbig

Bürger beklagen wucherndes Grün überall im Stadtgebiet

Die Mittelinsel im Bereich In der Hönnebecke/Höntroper Straße ist zugewuchert.

Foto: Gero Helm

Die Mittelinsel im Bereich In der Hönnebecke/Höntroper Straße ist zugewuchert. Foto: Gero Helm

Wattenscheid.   Stadt lässt Mülleimer am Ehrenmal installieren. Gehweg „kleine“ Heidestraße ist Rutschbahn vor allem für ältere Leute. Stadt hat Mängelmelder.

Wer die Augen offen hält und die Ohren auf Empfang schaltet, der macht interessante Entdeckungen – Schönes und leider auch Schäbiges. Regelmäßig gehen auch Mitteilungen von Wattenscheider Bürgern in der Lokalredaktion ein, die manchen Missstand angeprangert und aufgedeckt oder positive Entwicklungen gewürdigt haben.

Sicherungspflicht

Wucherndes Grün wird derzeit aus der gesamten Stadt gemeldet. Der Regen der vergangenen Tage lässt die Sträucher in Höhe und Breite schießen. Auch auf Geh- und Radwegen und neben den Straßen. Die 70 Kräfte des Technischen Betriebes, die täglich ab 6.30 Uhr mit dem Rückschnitt von Überhängen beschäftigt sind, stehen unter Dauerdruck. In ganz Bochum müssen 650 Hektar Grün- und Parkflächen gepflegt werden. Mechtild Schur, Abteilungsleiterin „Grün“ beim Technischen Betrieb, weist auch auf die Radwege hin: „Es sind in den letzten Jahren mehr geworden.“ Erfreulich, aber auch dort muss Grün geschnitten werden. denn: „Die Verkehrssicherungspflicht ist gewährleistet.“

Überall liegen Eicheln

„Täglich ärgere ich mich als Pendler über den schäbigen Wattenscheider Bahnhof und die Zuwege“, so Leser Rüdiger Witt. „Die Fuss- und Radwege auf der Fritz-Reuter-Straße sehen auch nicht viel besser aus und sind durch Beeinträchtigung der Sicht eine Gefahrenstelle für Autofahrer und Fußgänger.“ Auch hier wuchert’s.

Eine Seniorin aus Heide und auch ihre Nachbarn beklagen den Zustand der „kleinen“ Heidestraße, die von der Bochumer- zur Heidestraße führt. „Der Gehweg ist zugewuchert und überall liegen Eicheln.“ Eine Rutschbahn – gerade für ältere Leute.

Mülleimer am Ehrenmal

Leserin Ingrid Telschow-Böcker hat der WAZ berichtet, dass es etwa „in der Schweiz auf allen Straßen im Abstand von 150 bis 200 Metern Mülleimer gibt. Deshalb sind dort alle Straßen so sauber.“ Und: „Bei meiner Hunderunde in Wattenscheid bin ich im Zickzack um Hundehaufen gelaufen.“ Denn, im Bereich Bahnhofstraße, Bußmannsweg wuchere das Grün. Also: Kein Platz für Hunde-Geschäfte. Und die Mülleimer in diesem Bereich seien seit dem Sturm „Ela“ zerstört und nicht ersetzt worden.

„Mir wurde von der Stadt vor circa zehn Wochen versprochen, endlich die Müllbehälter zu ersetzen.“ Jetzt reagiert die Stadt. Wie Sprecherin Katrin Müller auf Nachfrage mitteilt, „ist der Testmülleimer dort vor einem Jahr abgenommen worden, weil die Leute Hausmüll darin entsorgt haben.“ Und: „Aufgrund der Bürgeranfrage wird jetzt ein neuer Mülleimer am Bußmannsweg, Ecke Bahnhofstraße, Nähe Eingang zum Ehrenmalpark installiert.“

,Pracken’ bleiben liegen

Die Straßenarbeiten am Bahnübergang In der Hönnebecke und am Ginsterweg seien mittlerweile abgeschlossen. „Aber die Baustellenschilder sowie die ,Pracken’ der aufgerissenen Straße bleiben liegen,“ teilt Leser Horst Meyer mit. Und fragt: „Kontrolliert die Stadt eigentlich nicht, ob die Arbeiten korrekt ausgeführt sind?“

Die Stadt Bochum bietet für Bürgeranregungen und Beschwerden einen „Mängelmelder“ an. Dieser steht im Internet auf der Seite auf www.bochum.de/maengelmelder

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