Brücke

Brücke zwischen Bochum und Gelsenkirchen bald wieder offen

Die Brücke zwischen Wattenscheid-Leithe und Ückendorf über den neuen Radschnellweg RS 1 soll am Dienstag, 10. Dezember, wieder freigegeben werden.

Die Brücke zwischen Wattenscheid-Leithe und Ückendorf über den neuen Radschnellweg RS 1 soll am Dienstag, 10. Dezember, wieder freigegeben werden.

Foto: Gero Helm / FFS

Wattenscheid-Leithe.  Der Neubau der Verbindung von Wattenscheid-Leithe nach Ückendorf ist fast fertig. Die einspurige Verbindung mit Ampelregelung ist Vergangenheit.

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Das Nadelöhr in Wattenscheid-Leithe ist Geschichte, die Vollsperrung der Gelsenkirchener Straße/Leithestraße direkt über die Stadtgrenze nur noch ein paar Tage gültig. Dann führt eine leistungsfähige, neue Verbindung über den Radschnellweg I, die stillgelegte Güterzug-Trasse der ehemaligen Hannover-Bahn/Rheinischen Bahn.

Brücke verbindet in Kürze wieder Wattenscheid und Gelsenkirchen

Die Brücke ist wichtig als Verbindung, allerdings nur einspurig befahrbar gewesen und außerdem marode. Beide Städte hatten sich für einen Neubau entschlossen und dabei den Radschnellweg ausdrücklich berücksichtigt. Der wird hier in einer Röhre geführt.

Anschlüsse an den Radschnellweg

In Leithe/Gelsenkirchen erfolgen die Anschlüsse an das Radwegenetz über die Krayer-, die Gelsenkirchener- und die Hollandstraße. Im Bereich Wattenscheid-Mitte und Günnigfeld werden die Ückendorfer Straße und die Parkstraße angeschlossen. Ein Radweg auf der quer zum Radschnellweg verlaufenden Gelsenkirchener Straße ist nicht vorgesehen.

Die Bauarbeiten sind bis auf einige Restarbeiten abgeschlossen, die Freigabe für den Verkehr erfolgt am Dienstag, 10. Dezember, ist die federführende Gelsenkirchener Bauverwaltung sicher.

Arbeiten dauerten sieben Monate

Die Bauarbeiten in Abstimmung von Straßen-NRW und Emschergenossenschaft haben dann sieben Monate gedauert und liegen in etwa im Zeitplan.

Baustraße wird Radschnellweg

Die Baustraße der Emschergenossenschaft zum neuen Regenrückhaltebecken am Wattenscheider Bach auf dem Rheinelbe-Gelände wird zum RS 1 umfunktioniert.

Zwei Spuren machen Ampel überflüssig

Die Leithestraße/Gelsenkirchener Straße wurde in dem betroffenen Bereich zweispurig ausgebaut, so dass die ehemals vorhandene Ampelanlage zukünftig entfallen kann.

Kosten haben sich mehr als verdoppelt

Der Straßenausbau und das neue Überführungsbauwerk haben rund 700.000 Euro gekostet. Bei Beginn der Ausbauplanung im Jahre 2012 waren gerade einmal 330.000 Euro dafür einkalkuliert worden.

Radweg wurde zum Radschnellweg

An diesem Stand der Planung sollte es sich allerdings auch nur um einen Radweg in der üblichen Dimension handeln, für den RS 1 wurde dann eine Durchfahrtshöhe von 4 Metern und eine nutzbare Breite von 6,3 Metern benötigt, auch für den Schwerlastverkehr der Emschergenossenschaft zu ihrer Baustelle auf Rheinelbe. Der Anteil der Baukosten betrug schließlich für die Gelsenkirchener Seite 630.000 Euro. https://www.waz.de/staedte/wattenscheid/nur-mit-einem-schwenk-geht-es-ueber-die-neue-bruecke-id226289675.html

Stopp am Privatgrundstück

Die Stadt Bochum ist an den Baukosten nur für den Teil auf Wattenscheider Gebiet beteiligt. Das sind für den Straßenumbau 25.000 Euro, die Anlieger werden nicht zu Beiträgen herangezogen. Erst bei Beginn der Bauarbeiten musste die Planung – allerdings überraschend – aktualisiert werden. Denn die zwei Fahrbahnen und Gehwege über die gerade entstehende Brücke mussten in der Realität gleich wieder „Halt“ machen. Am Zaun eines Privatgrundstückes an der Gelsenkirchener Straße auf Wattenscheider Seite musste Schluss sein.

Der Grundstückseigentümer, wie das Bochumer Tiefbauamt ungewöhnlich detailliert aufführte, wollte sich demnach nicht bewegen, sich von einem Teil seiner Fläche zu trennen. Was den parlamentarischen Gremien mitgeteilt wurde, nachdem die alte Eisenbahnbrücke abgerissen und der Unterbau des Radweges längst aufgeschottert worden war.

Gehweg schwenkt über eine Insel

Dabei war eine durchgängige Breite von Fahrbahnen und Gehwegen beim Neubau Voraussetzung, damit auch, einen Streifen des privaten Grundstücks zu erwerben, „wo ein großer Baum stand und die Mülleimer der Hausbewohner abgestellt sind“, wie die Vorlage bedauernd auflistet.

Der Gehweg auf der westlichen Seite bricht daher kurz vor der Stadtgrenze Gelsenkirchen am Anfang der Brücke ab, oder ihrem Ende, je nach Fahrtrichtung. Für die durchgehende fußläufige Verbindung verschwenkten Planer und Straßenbauer den Gehweg über eine Insel als Querungshilfe auf die gegenüberliegende Seite. Das kostet einige Parkplätze vor und hinter dieser Verkehrsinsel.

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