James Bond

Bochum: Zeche wird zur Pilgerstätte für James-Bond-Fans

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Sammler Chris Distin genießt den Platz hinter dem Lenkrad des Morris Minor, der (baugleich) in „Thunderball“ (für drei Sekunden) zu sehen ist. LWL-Museumsleiter Dietmar Osses gibt die Lizenz zur Bond-Ausstellung auf der Zeche Hannover.

Sammler Chris Distin genießt den Platz hinter dem Lenkrad des Morris Minor, der (baugleich) in „Thunderball“ (für drei Sekunden) zu sehen ist. LWL-Museumsleiter Dietmar Osses gibt die Lizenz zur Bond-Ausstellung auf der Zeche Hannover.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Wattenscheid.  Bond-Club Wattenscheid präsentiert auf der Zeche Hannover Original-Requisiten aus den James-Bond-Filmen. 007-Fans dürften ihre Freude daran haben.

Der Bond-Club Wattenscheid hat sich eine mächtige Kulisse für seine große Ausstellung rund um den wohl berühmtesten Geheimagenten ausgesucht. Im wuchtigen Malakow-Turm der Zeche Hannover an der Günnigfelder Straße in Bochum-Hordel werden die beiden Motorräder aus den Filmen „Skyfall“ und der Drachengleiter aus „Leben und sterben lassen“ die Hingucker sein.

Bochum: Zeche Hannover wird zum Mekka für Fans von James Bond

Auf der Galerie im Turm und im Lüftergebäude wird dann noch Raum für weitere Original-Exponate und Requisiten sein.

Einen Teil zeigte der passionierte Sammler Chris Distin, der sich vom Bond-Club unter Tobias Schwesig nicht lange bitten ließ, jetzt schon auf dem Zechenvorplatz. „Was sich so im Rucksack auf der Zugfahrt von Lehrte bei Hannover einpacken ließ“, macht der Brite klar. Zwei Schmuckkästchen hat er noch dabei, darin der Ring mit dem Spectre-Wappen und die stählernen Daumennagel-Implantate des nahezu unzerstörbaren Schurken Mr. Hinx, beides aus dem Film „Spectre“ – und beide aus Kunststoff.

Mit dem anderen Original-Requisit hat er auch keine Schwierigkeiten erwartet, „wie ein Spielzeug, und war auch eingepackt“, meint er. In typischer Sean-Connery-Manier präsentiert er die Waffe, zu der James Bond in „No time to die“ greift, dem neuen Film, der endlich im September anlaufen soll. „Eine Heckler & Koch“, verrät Chris, „denn die Walter PP hat er leergeschossen.“

Connery ist für ihn auch der „wahre“ Bond-Darsteller, allerdings ist er über Roger Moore in „Moonraker“ ins Doppelnull-Fieber gekommen. „Der war mein Held, als ich den Film mit zwölf mit Oma auf der Couch gesehen habe.“

Daniel Craig, der noch aktuelle Darsteller, kommt bei dem Experten aber auch gut weg: „Der macht einen guten Job, die Filme sind schlüssig. Er ist sehr nah dran.“

Deutscher Synchronsprecher von James Bond soll auch nach Bochum kommen

Der Wattenscheider Bond-Club hat eigens für die Ausstellung einen Wattenscheider Oldtimer-Fan aufgetan. Peter Weimann hat seinen Morris Minor mitgebracht, einen Rechtslenker natürlich, Baujahr 62, wie er baugleich im Film „Thunderball“ zu sehen ist. Allerdings nicht mit Wattenscheider Kennzeichen wie seiner.

In der Ausstellung werden per QR-Code an den Exponaten eingesprochene Kommentare des deutschen Synchronsprechers von Daniel Craig, Dietmar Wunder, zu hören sein. Wenn möglich, will Chris Distin ihn zur Schau einladen.

Die Ausstellung des Wattenscheider Bond-Clubs soll vom 25. September bis 31. Oktober im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover an der Günnigfelder Straße 251 zu sehen sein. Der Eintritt ist frei, die Galerie ist allerdings nur über Treppen im Turm zu erreichen. Mehr als 50 Original-Requisiten aus den Bond-Filmen werden gezeigt.

Ergänzt wird die Schau durch die „Charakter-Köpfe“ von Maler Christoph Kossmann. Mehr auf www.bond-club.de

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