Raumnot

Bezirksvertretung fordert weitere Grundschule

Container an Grundschulen seien keine Dauerlösung, lautete der Tenor in der Bezirksvertretung.

Foto: Gero Helm

Container an Grundschulen seien keine Dauerlösung, lautete der Tenor in der Bezirksvertretung.

Wattenscheid.   Einige Grundschulen platzen angesichts gestiegener Schülerzahlen aus allen Nähten. Die Bezirksvertretung fordert Lösungen.

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So forderte die Bezirksvertretung in der Sitzung am Dienstagabend von der Stadt eine neue Grundschule in Wattenscheid. Aufgrund weiter steigender Schülerzahlen – auch im Zusammenhang mit dem geplanten Neubaugebiet in Westenfeld (ca. 900 zusätzliche Wohneinheiten) – sei dies zwingend erforderlich.

Unabhängig davon soll die Stadt drei Maßnahmen sofort in Angriff nehmen. Für die Gertrudisschule (Vorstadtstraße) wird die Verwaltung aufgefordert, umgehend zusätzliche Räume zu schaffen. Dazu sollen auch rasch Grundstücksverhandlungen bezüglich benachbarter Grundstücke aufgenommen werden. Alternativ seien unverzüglich Planungen zur Errichtung neuer Schulräume am derzeitigen Standort der Turnhalle zum Beispiel durch Ertüchtigung bzw. Abriss vorzunehmen.

Für die Grundschule Günnigfeld (Marktstraße) sollen die bereits aufgegebenen Räume bzw. Flächen der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr für schulische Zwecke genutzt werden. Das solle auch für die Glückaufschule (Bochumer Straße) passieren, wenn die Feuerwehr ihre angrenzenden Räume nach dem Bau eines neuen Gerätehauses verlassen hat.

Stadt soll Gegenmaßnahmen ergreifen

Erst mit diesen Forderungen nach einer neuen Grundschule und Sofortmaßnahmen stimmte die Bezirksvertretung nach kontroverser Diskussion einstimmig dem Entwurf zum Grundschulentwicklungsplan für die Jahre 2018/19 bis 2022/23 grundsätzlich zu. Zuvor hatte es eine längere Sitzungsunterbrechung für Beratungen im Ältestenrat dazu gegeben.

CDU-Fraktionschef Hans Balbach hatte in der intensiven Debatte gefordert, eine zusätzliche Grundschule an einem zentralen Standort aufzumachen, dabei sollten vorhandene städtische Gebäude bzw. Flächen berücksichtigt werden. „Das Herumdoktern mit Containern, um zusätzlichen Platz zu schaffen, ist keine Dauerlösung. Diese Flickschusterei kann nicht weitergehen. Wir müssen dem Bildungsanspruch unserer Kinder gerecht werden und brauchen entsprechende Investitionen.“

Balbach rechnete vor, dass im Schnitt die WAT-Grundschulen rund 25 Schüler pro Klasse hätten, „gemessen am Richtwert von 23 seien das zwei Schüler zuviel. Das macht bei derzeit insgesamt 95 Klassen einen Fehlbedarf von acht Klassen in Wattenscheid aus“. Hinzu kommt, dass die Stadt zusätzlich mindestens weitere 50 Grundschüler in den nächsten vier Jahren erwartet.


INFO: Den Schulen dringend helfen

„Den am schlimmsten betroffenen Schulen muss durch Schaffung neuen Schulraumes dringend geholfen werden. Hier besteht umgehend Handlungsbedarf“, betonte Wolfgang Rohmann, Vorsitzender der Wattenscheider SPD-Bezirksfraktion. Die Koalition aus SPD mit den Grünen und dem parteilosen Bernd-Udo Heider hatte deshalb die drei Maßnahmen für Gertrudisschule, Grundschule Günnigfeld und Glückaufschule gefordert.

Nach längerer Sitzungsunterbrechung für Beratungen wurde dann beschlossen, diesen Vorschlag um die Forderung einer weiteren Grundschule für Wattenscheid zu ergänzen. Unter diesen gesamten Bedingungen stimmten schließlich auch CDU und UWG dem Schulentwicklungsplan zu.

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