Betreuer der Flüchtlingsheime

Betreuungswechsel in Wattenscheider Flüchtlingsunterkünften

Der neue Betreuer der Flüchtlingsunterkunft auf dem Holland-Gelände ist jetzt „Plan B“. Geschäftsführerein Gülseren Celebi, hier im Gespräch mit Bezirksbürgermeister Manfred Molszich und Ralf Zyla (Sozialamt, re.)Fotos:Joachim Haenisch

Der neue Betreuer der Flüchtlingsunterkunft auf dem Holland-Gelände ist jetzt „Plan B“. Geschäftsführerein Gülseren Celebi, hier im Gespräch mit Bezirksbürgermeister Manfred Molszich und Ralf Zyla (Sozialamt, re.)Fotos:Joachim Haenisch

  „Plan B“ kümmert sich um die Flüchtlinge auf dem „Holland-Gelände“ und die Awo Ruhr-Mitte um die Menschen in der Unterkunft Höntroper Straße.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Betreuungswechsel in den Flüchtlingsheimen „Holland-Gelände“ und Höntroper Straße: Seit dem 1. Dezember kümmert sich der Träger „Plan B Ruhr e.V., interkulturelle Kinder- und Jugendhilfe“ aus Bochum um die Menschen an der Emil-Weitz-Straße und hat damit die Nachfolge des Maltester Hilfsdienstes aus Essen übernommen. Im Flüchtlingsdorf an der Höntroper Straße sorgt seit dem 1. Januar die Awo Ruhr-Mitte für die soziale Arbeit und hat das DRK Bochum abgelöst. Für die beiden neuen Betreuungsträger ist die Entscheidung im Vergabe-Verfahren der Stadt Bochum gefallen. Auf WAZ-Nachfrage erklärte Sozialamtsleiterin Ute Bogucki, dass „Plan B“ und Awo Ruhr-Mitte jeweils einen Vertrag über zwei Jahre mit der Stadt geschlossen haben. „Die Stadt hat für beide Verträge ein früheres Kündigungsrecht, falls einer der Standorte vorzeitig entbehrlich wird, also wegfällt.“

Auch Obdachlose

Bezirksbürgermeister Manfred Molszich hat mit Ralf Zyla, Sozialamt Stadt Bochum, die beiden Unterkünfte besucht und Gespräche mit den neuen Betreuungs-Trägern geführt. Im Heim auf dem „Holland-Gelände“ leben derzeit 179 Menschen aus 27 Nationen, 43 von ihnen sind unter 18 Jahren jung. 25 Bewohner kommen aus Bangladesch, 20 aus Rumänien und 15 aus Syrien. „Bei den Rumänen,“ erklärt Ralf Zyla, „handelt es sich um Menschen, die obdachlos geworden sind. Doch stellen die Obdachlosen hier eine Ausnahme dar. Sie sollen möglichst bald wieder ganz normalen in Wohnungen leben können.“

Hilfe bei Ämtergängen

„Plan B“ ist mit sieben Mitarbeitern (Sozialarbeiter- und Betreuer, Heimverwaltung) auf vier Vollzeit -Stellen auf dem Holland-Gelände täglich zwischen 8 und 17 Uhr im Einsatz. Geschäftsführerein Gülseren Celebi: „Wir begleiten die Menschen zu Ämtern, Ärzten oder zum Job-Center und helfen bei der Wohnungssuche.“

Das Plan B-Team ist multikulturell aufgestellt, „viele von uns haben selbst Migrationshintergrund“, so Gülseren Celebi, die aus der Türkei stammt und seit Jahrzehnten in Deutschland lebt. Die Team-Mitarbeiter kommen aus dem Irak, aus Chile, aus Ägypten, Bosnien-Herzegowina oder haben iranische Wurzeln. Kontakt zur ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe Wattenscheid-Mitte um Armin Rosa sei bereits aufgenommen. „Wir freuen uns, wenn die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe hier ihre sehr engagierte Arbeit fortsetzt.“

Integrationsarbeit

Die Awo Ruhr-Mitte hat ab dem 1. Januar die Betreuung des Flüchtlingsdorfs an der Höntroper Straße übernommen. Mit vier Fachkräften werden hier drei volle Stellen besetzt, die sich um 81 Bewohner, darunter 30 Obdachlose kümmern. Kinder leben dort nicht. Auch hier stehen Ämter- und Behördengänge genauso auf dem Plan wie Integrationshilfe. „Wir wollen die Menschen fit machen für das alltägliche Leben“, sagt Heimleiterin Christina Pell. Kontakt zu den „Brückenbauern“, also den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern in Höntrop und Eppendorf soll als bald aufgenommen werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik