Kunstzentrum

Benefizkunst bekommt Nachwuchs

Ingrid Weber, Dirk Heine, Dr. Tobias Schmitz, Angela Nieswand, Wolfgang Genter, Monika Wrobel-Schwarz, Fritz Pascher, Heidrun Schultchen, Roland Kuck, v.l..

Foto: Gero Helm

Ingrid Weber, Dirk Heine, Dr. Tobias Schmitz, Angela Nieswand, Wolfgang Genter, Monika Wrobel-Schwarz, Fritz Pascher, Heidrun Schultchen, Roland Kuck, v.l.. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Die erste „animalia“-Benefizaktion von Künstlern verlief erfolgreich. Eine weitere Auflage ist geplant.

Was sich bereits bei der Vernissage im November 2016 abzeichnete, ist nun amtlich: Die erste „animalia“-Benefizaktion von Initiator Roland Kuck, 57 weiteren Künstlern und den Verantwortlichen des Instituts für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie (IBKK) hat sich zum erhofften Erfolg gemausert. Und Nachwuchs steht bereits ins Kunst- und Galeriehaus: Die zweite Auflage der wohltätigen Ausstellung soll 2019 folgen.

Bevor die organisatorische und künstlerische Arbeit von neuem beginnt, wurden die Früchte des Aufgalopps von den Verantwortlichen des Kunstzentrums an der Lohrheidestraße an Tierheime und -schutzvereine verteilt. Je 850 Euro gingen an Wattenscheid, Bochum, Mülheim a.d. Ruhr, Essen und Herne-Wanne, allesamt durch leitende Personen vor Ort vertreten.

Tierheime profitieren

Jasmin Weinberger, stellvertretende Vorsitzende in Wattenscheid, lobt: „Aus tiefstem Herzen kann ich nur sagen, dass ich die Aktion und das Prinzip großartig finde.“ In dem Tierheim an der Blücherstraße ist die Spende bereits fest verplant, berichtet Vorsitzende Ingrid Weber: „Wir werden davon eine neue Waschmaschine kaufen. Das ist ganz, ganz wichtig.“ Weinberger ergänzt: „Es passt perfekt und ist für uns eine große Erleichterung im täglichen Ablauf.“

Die andere Hälfte der Erlöse (4250 Euro) wird zur Förderung „junger, heimischer Kunst“ durch den „Kunstkreis Wattenscheid“ verwendet. So sollen zum Beispiel die regelmäßigen, kostenlosen Ausstellungen samt Vernissagen an der Lohrheidestraße mitfinanziert werden, die nicht nur etablierten, sondern auch (noch) unbekannten Künstlern eine Plattform bieten. Schließlich waren sie alle es, die unentgeltlich 71 Tierporträts nach Vorlagen erschufen, von denen 60 für eine Mindestspende von 150 Euro die Besitzer wechselten.

Aktion für das gesamte Revier

Bei aller Freude werden jedoch auch kritische Töne laut: „Es war erschreckend, wie wenig öffentliche Resonanz wir außerhalb Wattenscheids erhalten haben“, wählt Roland Kuck deutliche Worte. Schließlich gelte die Aktion für das gesamte Revier. „Bei der zweiten Auflage hoffen wir daher, weitere Tierheime zu erreichen. Alle profitieren letztlich davon.“ IBKK-Institutsleiter Tobias Schmitz möchte auf dem bereits Erreichten aufbauen: „Durch die große Aktion und den begleitenden Katalog können wir etwas vorzeigen, dass die nächste Planung vereinfachen wird.“

Erste Vorbereitungen

Obwohl die Nachricht bei den Spendern angekommen sei, sieht auch Dirk Heine (IBKK) weiteres Potenzial: „Schade ist zum Beispiel, dass wir Tierärzte und -kliniken in der gesamten Umgebung angeschrieben, jedoch nicht eine Rückmeldungen erhalten haben.“ Damit der „erfolgreiche Erstversuch“ in zwei Jahren getoppt werden kann, werden bereits erste Vorbereitungen getroffen, so Kuck: „Der Auftakt hat gezeigt, dass wir mit einem größeren Zeitfenster mehr Luft haben werden, um Sponsoren und Auftraggeber zu finden.“

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