Wohnbebauung

Baustart in Westenfeld am Wilhelm-Leithe-Weg in 2022

Grünflächen/Ackerland am Wilhelm-Leithe Weg, zwischen Isenbrockstraße, Jung-Stilling Straße und Ridderstraße.

Foto: Gero Helm/Archiv

Grünflächen/Ackerland am Wilhelm-Leithe Weg, zwischen Isenbrockstraße, Jung-Stilling Straße und Ridderstraße. Foto: Gero Helm/Archiv

  Stadtbaurat Bradtke: „Wattenscheid soll wachsen und hat großes Potenzial.“ Das Gebiet muss erschlossen, Kanäle und Straßen angelegt werden.

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„Bauen“ wird künftig ein Dauerbrenner-Thema sein in Wattenscheid. Ganz vorne steht dabei die Kleingewerbe- und vor allem Wohnbebauung am Wilhelm-Leithe-Weg/Isenbrockstraße, gegen die sich eine Anwohner-Bürgerinitiative wehrt. Doch ist die Bebauung dort parlamentarisch entschieden. Die WAZ sprach mit Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke über die Wohnungsbau-Planung in Westenfeld.

Nachholbedarf

Es bestehe beim Wohnungsbau „erheblicher Nachholbedarf“, so Bradtke. Und: „Wattenscheid soll wachsen.“ Pro Jahr sollen in der Gesamtstadt Bochum rund 800 Wohnungen errichtet werden, wie viele davon in der „Alten Freiheit“ sei noch nicht festgelegt. Aber: „Wattenscheid hat großes Potenzial. Der Stadtbezirk ist mit dem Start des Rhein-Ruhr-Express (RRX) das Vorderland von Düsseldorf.“

Bodenpreisgefüge

Er sei sicher, dass sich viele Bürger für einen Standort in der Hellwegstadt entscheiden könnten, da „das Bodenpreisgefüge anders ist als in der Landeshauptstadt oder in Essen.“ Derzeit sei das Bauplanungsamt dabei, einen Treuhänder für das Gebiet Wilhelm-Leithe-Weg/Isenbrockstraße zu beauftragen, mit dem gemeinsam die Gesamtentwicklung vorangebracht werden könne. Baurat Bradtke: „Wir sind da auf einem guten Weg.“

Rahmenplanung und

Strukturkonzept

Eine Rahmenplanung, ein Strukturkonzept müsse für dieses Gebiet erstellt werden, danach folgten dann entsprechende Bebauungspläne. Er hoffe, dass die Rahmenplanung in 2018/2019 erfolgen könne. Der Bebauungsplan schließlich brauche noch einmal zwei bis drei Jahre.

Vermarktung

Das Gebiet müsse erschlossen, Kanäle und Straßen angelegt werden. Vorher müssten die Grundstücke in die Vermarktung gebracht werden, „zumindest die, die der Stadt gehören“. Bradtke rechnet mit einem Baustart im Bereich Wilhelm-Leithe-Weg ab 2022.

Entwässerung klären

Er wisse natürlich, dass sich eine Bürgerinitiative in Westenfeld gegründet hat, die gegen eine Bebauung des Gebiets Wilhelm-Leithe-Wegs sei. Aber: „Eine schöne Aussicht ist hier nicht der Maßstab.“ Letztlich sei die Entscheidung politisch zu treffen. Die Argumente der Bürgerinitiative, etwa das Hochwasser auf den Straßen oder überflutete Keller, die durch das Gefälle des Gebiets bei starkem Regen verursacht würden, nehme Bradtke sehr ernst. „Die Entwässerung muss untersucht und geklärt werden.“

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