Südpark

Bad-Neubau in Höntrop nimmt langsam Konturen an

Das Schwimmbad im Südpark aus der Vogelperspektive.

Foto: Gero Helm

Das Schwimmbad im Südpark aus der Vogelperspektive. Foto: Gero Helm

wattenscheid.   Schwimmfreunde können aufatmen: Es zeichnet sich im Rat der Stadt Bochum eine Einigung über den Abriss und Neubau des Höntroper Hallenbades ab.

Schwimmfreunde können wohl aufatmen: Es zeichnet sich im Rat der Stadt Bochum eine Einigung über den Abriss und Neubau des Höntroper Hallenbades ab.

Mitte März bekundete die SPD-Ratsfraktion nach ihrer Klausurtagung die Absicht, das marode Hallenbad abzureißen und 12 bis 15 Millionen Euro in den Neubau zu investieren. Die Wattenscheider Grünen signalisierten Zustimmung und auch die UWG unterstützt das Vorhaben. Die CDU-Fraktion wird in einem Antrag zur Sitzung des Stadtrates am 13. Juli nun konkreter.

CDU-Antrag im Rat

In diesem Antrag heißt es, dass der Rat die Bochumer Bäder GmbH mit der Planung und dem Bau des neuen Hallenfreibades beauftragen soll. „Kurz vor Gründung der Bochumer Bäder GmbH gibt es noch einiges am Vertragswerk zu optimieren“, erklärt Gerd Kipp von der CDU Höntrop-Sevinghausen zu besagtem Antrag. Die Stadtrat solle Farbe bekennen, denn derzeit sei Fakt, dass der Neubau nicht „mit in den Übernahmepool der neuen GmbH übergeht“, so Kipp weiter. „Also muss dieses Projekt auf die Agenda des Rates der Stadt Bochum mit dem Ziel einer konkreten Überführung dieses Bades in die Bochumer Bäder GmbH und ebenfalls eine Zuführung einer Investitionsausstattung an diese Firma von mindestens 15 Millionen Euro.“ Mehrkosten seien gegebenenfalls anderweitig zu decken, heißt es im Antrag an den Stadtrat.

Neben dem Badbau soll auch die Anbindung verbessert werden. Darin scheinen sich SPD und CDU grundsätzlich einig zu sein. Welche konkreten Infrastruktur-Baumaßnahmen kommen werden, ist aber noch unklar. Ebenso herrscht noch keine Klarheit darüber, welche Baumaßnahmen am Freibad geplant sind. So hieß es von Seiten der SPD im März, dass der Bau eines Nichtschwimmerbeckens dort geplant sei. Dazu steht nichts im CDU-Antrag. Wie genau der Bauplan aussehen wird, bleibt also abzuwarten.

Grünen-Ratsfraktion sieht noch Klärungsbedarf

Für die Grünen ist der Antrag am 13. Juli noch nicht abstimmungsreif. „Es ist noch vieles offen“, sagt der Fraktionsgeschäftsführer der Ratsfraktion, Frank Taschner. So stünde die Kostenrechnung aus. Bei den von der CDU genannten 15 Millionen Euro seien sowohl Abrisskosten, wie auch Entsorgungskosten nicht eingerechnet, so Taschner weiter. „Auch der Standort ist für uns noch lange keine ausgemachte Sache. Es müssen noch die Wegeberechnungen zu Schulen im Vergleich zu alternativen Standorten vorgelegt werden.“

CDU und SPD könnten das Vorhaben auch ohne die Stimmen anderer Fraktionen durchbringen – das hieße dann jedoch auch: ohne die Stimmen des grünen Koalitionspartners.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik