Faire Woche

Ausstellung beleuchtet Thema „gutes Klima“ von vielen Seiten

Sabrina Schmik, Maik Schwarzer, Pina Linde, Johanna Sandau und Hans Soumagne (v.l.) von den Werkstätten Gottessegen präsentieren in der Ausstellung zur „Fairen Woche“ im Rathaus ihre Zielkartons.Foto:Gero Helm

Sabrina Schmik, Maik Schwarzer, Pina Linde, Johanna Sandau und Hans Soumagne (v.l.) von den Werkstätten Gottessegen präsentieren in der Ausstellung zur „Fairen Woche“ im Rathaus ihre Zielkartons.Foto:Gero Helm

Wattenscheid-Mitte.  Weltladen und Kooperationspartner zeigen im Rahmen der „Fairen Woche“ Zielkartons im Rathaus. Grüner Bundestagsabgeordneter ist Gastredner.

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„Gemeinsam für ein gutes Klima“ lautet das Motto der „Fairen Wochen“, die bundesweit bis zum 28. September stattfinden. Der Wattenscheider Weltladen und seine Kooperationspartner machen mit. Gestern eröffnete der Weltladen gemeinsam mit der Kunst- und Therapiegruppe der Werkstätten Gottessegen die Ausstellung mit den erstellten UN-Nachhaltigkeits-Zielkartons im Foyer des Wattenscheider Rathauses. Der grüne Bundestagsabgeordnet Frithjof Schmidt übernahm die Gastrede und stand als Diskussionspartner für die Besucher zur Verfügung.

Auf insgesamt 17 Kartons werden bis zum Jahresende die Ziele der Vereinten Nationen plakativ aufgezeigt. Die meisten Kartons sind bereits fertiggestellt. Die Werkstätten Gottessegen haben sich den Themen „Saubere Energie“, „Klimaschutz“, „Leben unter Wasser“, „Leben an Land“ sowie „Frieden und Gerechtigkeit“ gewidmet. Kunst-Therapeutin Johanna Sandau und Werkstatt-Leiter Hans Soumagne sowie die Karton-Künstler Sabrina Schmik, Maik Schwarzer und Pina Linde stellten ihre Werke vor und erläuterten sie.

Gegensätze dargestellt

Pina Linde: „Wir haben Gegensätzliches dargestellt, etwa Windpark und Kraftwerke, und aufgezeigt, wie für ein besseres Klima gesorgt werden kann.“ Eine Globuskarte etwa zeigt eine abgeholzte Welt; ein landwirtschaftliches Öko-System hat die Gottessegen-Gruppe ebenfalls künstlerisch umgesetzt.

Klaus-Jürgen Franke vom Weltladen: „Die Ausstellung mutet an wie eine Baustelle. Aber das ist Absicht. Denn auf der Welt haben wir, was Nachhaltigkeit betrifft, viele Baustellen. Umzugskartons haben wir gewählt, weil sie es immer mehr Umzüge aus den südlicheren Teilen der Erde in den Norden geben wird.“ Franke wies darauf hin, dass jetzt schon die Hälfte der Menschen in Städten leben.

Frithjof Schmidt: „Seit den 70er Jahren haben wir Ressourcen von anderthalb Erden verbraucht. Erst seit der Klimakonferenz in Paris 2015 ist ein Durchbruch gelungen, der allerdings durch den USA-Ausstieg aus dem Klima-Abkommen einen herben Rückschlag hinnehmen muss.“

Steuer für faire Produkte senken

Nachhaltigkeit, so der Bundestagsabgeordnete, solle aber auch für den Bürger vor Ort spür- und erkennbar sein. So gebe es eine „Fair-Trade“-Petition, die Steuer für fair gehandelten Kaffee deutlich zu senken. Auch weitere fair gehandelte Produkte sollten mit einem geringeren Mehrwertsteuersatz belegt sein. „Aber“, so Schmidt“, „da sind wir noch längst nicht angekommen“. Noch sind nicht alle Zielkartons fertiggestellt. Auf weiteren Veranstaltungen des Weltladens, etwa der „fairen Vesper“ am 6. Oktober, dem Abschluss der „Fairen Wochen“ in der Friedenskirche, werden weitere Zielkartons vorgestellt.

Die Zielkarton-Ausstellung kann in den kommenden zwei Wochen im Rathaus-Foyer besucht werden.

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