Schnelles Netz

Auch die Telekom baut ihr Netz in Wattenscheid aus

Im Bereich Saarlandbrunnen verlegt die Telekom das Glasfasernetz.Foto:Gero Helm

Im Bereich Saarlandbrunnen verlegt die Telekom das Glasfasernetz.Foto:Gero Helm

  Unternehmen verlegt Glasfaserkabel derzeit in Wattenscheid und nutzt dafür alte Leitungswege. 34 000 Haushalte sollen im Stadtgebiet profitieren.

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Die Stadt Bochum ist mit der Initiative „Gigabit-City“ und Unitymedia dabei, bis Ende 2018 mehr als 95 Prozent der Haushalte ans Glasfasernetz anzuschließen. Wer als Passant derzeit meint, der Saarlandbrunnen an der Oststraße etwa werde generalüberholt, irrt. Der gesamte Brunnen ist eingezäunt und mit Zelten überdacht. „Dort ist die Telekom am Werk,“ so die Auskunft von Stadtsprecher Peter van Dyk. Das Unternehmen ist bundesweit am Werk, auch ihr Netz auszubauen. In Wattenscheid hat die Telekom zahlreiche Baulöcher an und in vielen Straßen und Gehwegen gegraben, um das Glasfasernetz auszuweiten.

Telekom-Unternehmenssprecher Andre Hofmann auf WAZ-Nachfrage: „Nicht nur in den Straßen oder Bürgersteigen liegen die Kabel. Auch an Punkten wie etwa einem Stadtbrunnen. Oder, schwieriger noch, unterhalb von Straßenkreuzungen. Da ist sehr aufwendig.“ Und: „Im Idealfall müssen wir nur einen Bürgersteig aufreißen. Aber wir haben auch schwierige Standorte. Die sind nicht zu vermeiden.“

Multifunktionsgehäuse anbinden

Doch gibt es in Wattenscheid auch viele solcher „Idealfälle“. Etwa an der Vorstadtstraße, der Hansastraße und Sommerdelle, der Ludwig-Steil- und Bismarckstraße, um nur einige zu nennen. Im Prinzip stadtweit, wo auch immer überschaubar große Baulöcher zu sehen sind, in denen schwarze Kabel liegen und die durch rot-weiße Absperrgitter oder Warnbaken abgezäunt und gesichert sind, lässt auch die Telekom derzeit buddeln. Hofmann konnte nicht sagen, in welchen Wattenscheid Straßen derzeit konkret die Kabel neu verlegt werden. Aber: „Profitieren werden rund 34 000 Haushalte in diesem Bereich.“ Denn: „Wir haben derzeit rund 50 000 Baustellen im Bundesgebiet. Da können wir nicht jede einzelne Baustelle benennen.“

Multifunktionsgehäuse über Glasfaser anbinden

Die Multifunktionsgehäuse werden über Glasfaser angebunden. Beim Ausbau werden alte Leitungswege genutzt und miteinander verbunden. Hofmann: „Die bestehenden Kabelkanäle werden genutzt.“

Über das Investitionsvolumen in Wattenscheid schweigt sich die Telekom aus. Nicht aber über die Geschwindigkeit, die die neuen Kabel bringen sollen. Bis zu 100 Mbit im ersten Schritt und bis zu 250 Mbit im zweiten. Pro Sekunde, versteht sich.

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