Kehraus in den Königreichen

Am Ende geht’s noch um die Wurst

Die Sonne begleitete die Höntroper auch zum Sportplatz „Auf dem Esch“, der „Familienstation“ der Königin Selda Grimmenstein. Foto:Gero Helm

Die Sonne begleitete die Höntroper auch zum Sportplatz „Auf dem Esch“, der „Familienstation“ der Königin Selda Grimmenstein. Foto:Gero Helm

wattenscheid.   Traditionelles Sammeln der Gänsereiter in den Königreichen Höntrop und Sevinghausen mit den frisch gekrönten Majestäten. Gemütliches Abendessen.

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Die Wattenscheider beweisen Stehvermögen über die ganze Karnevals-Session, die Gänsereiter sind sicherlich besonders gefordert. Denn auf den alljährlichen Höhepunkt, den Reiterwettbewerb um die Gans, und die Ausrufung der neuen Könige von Sevinghausen und Höntrop nebst Königinnen, ist die Anstrengung noch nicht vorbei. Körperlicher Einsatz ist traditionell auch noch einmal beim Wurstsammeln am Veilchendienstag angesagt.

„Die Sonne zieht weiter mit uns“, freute sich die neue Höntroper Königin Selda I. an der traditionellen Familienstation Grimmen-stein/Stüwer im Vereinsheim „Auf dem Esch“. Traditionell ist das auch die „Kinderstation“. Weshalb hier nicht nur eine deftige Suppe, sondern auch Nutella-Brote auf die großen und kleinen Blaukittel um den siegreichen Martin II. Behrens warteten. Und das Kinderkönigspaar Jonas I. und Amelie I. mit Adjutant Gianluca. Sie zogen mit klingendem „Glückauf, Glückauf“ der eigenen Spielleutevereinigung ein, mit dabei wiederum Gäste aus dem spanischen El Capio de Tajo.

Treue Gäste aus Spanien

Insgesamt 15 Stationen zum Wurstsammeln hatten sie sich vorgenommen, um mit voll beladenen Tragestangen schließlich im Kolpinghaus am Hellweg einzukehren und abends gut 300 Gäste zu verpflegen. „Es waren alle mit Herz und Engagement dabei,“ fasst Königin Grimmenstein zusammen, „und es hat auch ganz super geklappt, sich mit den neuen Gegebenheiten anzufreunden.“

Zufrieden zeigt sich auch Klaus-Michael Oskamp, der Rittmeister bei den Sevinghauser Gänsereitern, nach dem ersten Wettbewerb um die Gans-Attrappe. „Die Reiter mussten sich umstellen, mussten schließlich erst einmal vorsichtig ein Gefühl dafür bekommen, denn bisher hat die Gans eher nachgegeben“.

Ein rundes Dutzend ebenfalls traditionell anmarschierter Stationen wartete auch hier auf die Blaukittel um das neue Königspaar Jörg I. Wendorf und Rocio Schmies, die von den Spielleuten der Freiwilligen Feuerwehr Essen und der Kapelle „Ruhrpottkracher“ über den Hellweg begleitet wurden.

Mit Sauerkraut und Püree

Bestimmt 100 deftige Wurstkringel sollten zusammen kommen, damit gut 80 Kilo, „mit Zusatzstange“, die in der Gänsereiterhalle allen Aktiven mit Ehefrauen und Lebenspartnern abends als Abschluss serviert werden sollten, stilecht mit Sauerkraut und Kartoffelpüree.

Der Rittmeister konnte „bestimmt 90 Prozent“ der Aktiven versammeln, hier wie dort aber hieß es für einige der Gänsereiter direkt nach dem Wettbewerb und dem Rosenmontag: Zurück in den Alltag und an die Arbeitsstelle.

Schönwetter-Garantie

Etwas neidisch blicken die heimischen Gänsereiter hinüber nach Spanien. Denn am Jakobstag, 25. Juli, ist zum Gänsereiten gutes Wetter dort sicher.

Der Apostel Jakobus, „der Ältere“, Bruder des Evangelisten Johannes, ist alleiniger Schutzpatron Spaniens, der Festtag wird seit dem 8. Jahrhundert begangen.

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