Feuerwehr

Silvester-Bereitschaft mit der Familie

Gut gelaunt konnten die Floriansjünger mit ihren Liebsten in Höntrop ins neue Jahr rutschen. Foto:Feuerwehr

Gut gelaunt konnten die Floriansjünger mit ihren Liebsten in Höntrop ins neue Jahr rutschen. Foto:Feuerwehr

wattenscheid.   Freiwillige Feuerwehr Höntrop verbringt den Jahreswechsel diesmal mit „Kind und Kegel“ im Gerätehaus bei Pizza, Spielen und Musik. Ruhiger Verlauf.

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Die Erfahrung der Höntroper Feuerwehr aus den Vorjahren zeigt: Zum Jahreswechsel steht den Einsatzkräften in Wattenscheid und Bochum die arbeits­reichste Nacht bevor. „Meist durch den unachtsamen Umgang mit Feuerwerks­körpern machen Brände an Silvester den Großteil der Einsätze aus“, erklärt Niko Halwer, stellvertretender Löscheinheitsführer der Höntroper Wehr.

Deshalb hatten sich 15 der Mitglieder mit ihren Partnerinnen und Partnern in diesem Jahr dazu entschlossen, ihren Silvesterabend im Feuerwehrhaus an der Höntroper Straße zu verbringen. „Für uns ist die Bereitschaft an Silvester schon zu einer Art Tradition geworden“, sagt Thomas Holderberg, über 30 Jahre in der Wehr aktiv. „In den Jahren, in denen wir bei Freunden oder zu Hause mit der Familie gefeiert haben, wurden wir spätestens um Mitternacht alarmiert und meine Frau und die Kinder blieben zurück.“

Kameradschaft und Kontakt

Da man wieder mit einer erhöhten Anzahl von Brandeinsätzen in der Silvesternacht rechnete, „hatten wir uns entschlossen, direkt gemeinsam am Feuerwehrhaus gemütlich beisammen zu sein“, so Benedikt Damwerth, seit 2007 bei der Feuerwehr. „Der gemeinsame Dienst fördert die Kameradschaft, die Partnerinnen und Partner lernen sich kennen und niemand bleibt alleingelassen zurück“, erklärt Niko Halwer. Dies betont auch Julia Siller: „Wenn unsere Männer zum Einsatz fahren, bleiben wir Frauen diesmal mit den Kindern am Feuerwehrhaus und können weiter feiern.“

Silvester bietet auch neue Erfahrungen: „Feiern können wir das ganze Jahr über, und heute Abend kann man ziemlich gut Einsatzerfahrungen sammeln“, sagt Nico Marten, seit zwei Jahren aktiv bei der Höntroper Wehr dabei.

„Gesitteter“ Umgang

„In der Regel werden wir zu kleineren Einsätzen gerufen. Aber ein Wohnungsbrand entsteht sehr schnell, das sollte man nicht unterschätzen“, betont Oberbrandmeister Dirk Patz. Wie oft die Feuerwehr in der Nacht raus muss, ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. „Die Erfahrungen haben gelehrt, dass die letzten Stunden des alten Jahres eher ruhig verlaufen“, beschreibt Halwer. Trotz der Silvesternacht bleibt für die ehrenamtlichen Brandbekämpfer daher Zeit, gemütlich beim Fondue, Raclette und Pizzaraclette zusammen zu sitzen, Musik zu hören und Gesellschaftsspiele zu spielen.

Niko Halwer freut sich über den insgesamt gesitteten Umgang mit Feuerwerkskörpern in Höntrop: „Die Höntroper und Wattenscheider scheinen die Hinweise der Feuerwehr ernst genommen zu haben und verwendeten wohl nur geprüftes Feuerwerk. So konnten wir mit unseren Liebsten gemeinsam ins neue Jahr starten.“

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