Afrika-Festival

Afrika-Rhythmen erobern die Wattenscheider Freilichtbühne

Abiodun and Ayazcorock aus Nigeria gaben einen leidenschaftlichen Einblick in der Verbindung traditioneller afrikanischer Musik und moderner Instrumentierung.

Abiodun and Ayazcorock aus Nigeria gaben einen leidenschaftlichen Einblick in der Verbindung traditioneller afrikanischer Musik und moderner Instrumentierung.

Foto: Carsten Klein / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Das erste Festival „Teranga“ zeigt einen Ausschnitt aus der Kultur Afrikas. Der Verein will damit die Vernetzung der Akteure im Revier stärken.

Die Zuschauer ließen sich gern überzeugen, nach vorn zu kommen. Trotz einiger Regentropfen, die sich Richtung Freilichtbühne verirrten. Aber sicher auch, weil schon die erste Gruppe beim ersten Afrika-Festival „Teranga“ für „Gastfreundschaft“ mit ansteckenden Rhythmen und Lebensfreude zum Mitklatschen und Tanzen lockte.

Die Biographie versprach nicht zu viel: Als ein „Trommler von ganzem Herzen“ war Aladij Touré angekündigt, der afrikanische Rhythmen nicht nur aus seiner Heimat, dem südlichen Senegal, verinnerlicht hat und leidenschaftlich präsentiert. Die Kombination mit den geradezu durchdringend spürbaren Klänge des Bolong, dem Klang eines Kontrabass’ ähnlichen traditionellen Instruments, gab der stimmungsvollen Show einen ganz eigenen Anstrich. Der Trommler setzt sich außerhalb des Bühnengeschehens auch dafür ein, schon Kindern die Grundlagen der Rhythmik zu vermitteln und gibt sein Können und seine Erfahrung in Trommelkursen und Workshops an Schulen und Kindergärten weiter.

Der Spaß an der Musik im Vordergrund

„Ein solches Festival hier zu präsentieren, hatten wir schon lange vor,“ erklärt Abdou Diamé vom Vorstand des Vereins „Teranga“ Bochum sichtlich froh, stolz und entspannt bei der Premiere, „und es hat mit der Unterstützung und der vielen Kontakte, die wir über die Freunde vom Bahnhof Langendreer und über Bertram Frewer vom städtischen Kulturbüro entwickelt haben, auch endlich geklappt.“ Dass es die Freilichtbühne wurde, begründet er mit einem entwaffnenden „Warum nicht? Ist doch wunderbar hier.“ Was Andreas Kuchajda für die Bochumer Veranstaltungs-GmbH, BoVG, ebenfalls ein zufriedenes Lächeln entlockte.

Vor allem wollte „Teranga“ e.V. mit diesem Festival die Aktivitäten der verschiedenen Gruppen bündeln, die Musik und Kultur aus Afrika repräsentieren, und die in der Umgebung durchaus zahlreich sind. „Eine starke Szene,“ meint Diamé, „aber heute wollen wir hier vor allem erst einmal Spaß haben,“ und zwinkert. Was mit einem gut vierstündigen Programm von fünf Gruppen und Einzelinterpreten und einem gut aufgelegten Publikum auf der Freilichtbühne nicht schwer gefallen ist. Dazu Fotostrecke auf waz.de/wattenscheid und waz.de/bochum

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben