Fördertrum-Sanierung

Ab März 2018 soll der Holland-Förderturm saniert werden

Der Förderturm der Zeche Holland.

Der Förderturm der Zeche Holland.

Foto: Gero Helm

  Heute beginnen die Bagger mit den Beton-Vorarbeiten. Der Förderbescheid über 2,855 Millionen Euro ist bei der Stadt Bochum eingegangen.

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Der Sanierung des Förderturms der Zeche Holland sollte nun nichts mehr im Weg stehen. Ab heute wird dort gebaggert.

Der Förderbescheid für eine Gesamtsumme von 2,855 Millionen Euro ist bei der Stadt Bochum eingegangen. 80 Prozent der Sanierungssumme kommen aus dem ISEK-Projekt „Soziale Stadt“, die restlichen 20 Prozent (ca. 580.000 Euro) tragen zur Hälfte die Stadt Bochum und die Wirtschafts-Entwicklungs-Gesellschaft Bochum (WEG) als Förderturm-Eigentümer. Laut WEG-Sprecher Sven Frohwein „entspricht diese Summe dem erstellten Gutachten. Die Deckungslücke ist geschlossen, die Finanzierung gesichert“. Grundlage für die Sanierung ist die „Maßnahmenbeschreibung Zeche Holland“ der Prof. Lorenz & Co. Bauingenieure GmbH von 2015.

Fundamente abtragen

Ab diesem Freitag starten die vorbereitenden Bauarbeiten. Die alten Fundamente werden abgetragen, der Beton erneuert. Das geschieht unter anderem im Wasserstrahlverfahren. Die alte Betonschicht muss abgetragen werden, damit die sogenannte Bewehrung, also die Verstärkung des Werk- oder Baustoffes wie etwa der Stahlbeton, nicht beschädigt wird. Das neue Betonfundament wird vergrößert, um die Standfestigkeit zu erreichen, die der Förderturm braucht. Diese Arbeiten, die zur Ertüchtigung der Stützenfundamente des Förderturms dienen, werden als Vorbereitung für die anstehende Sanierung durchgeführt.

Sanierung des Förderturms europaweit ausgeschrieben

Frohwein: „Wir planen den 1. März 2018 als Starttermin für die Arbeiten am Gerüst.“ Am 13. Dezember läuft die Frist für das Bewerbungsverfahren ab. Die Sanierung des Förderturms ist europaweit ausgeschrieben worden. Der WEG-Sprecher: „Die Verhandlungen mit den Bewerbern beginnen dann im Januar.“ Ob es bereits Bewerber gibt und, wenn ja, wie viele, sagt die WEG noch nicht. Frohwein: „Damit würde der Wettbewerb verzerrt.“ Insofern könne die genaue Ausführung erst bekanntgegeben werden, wenn die Auftragsvergabe erfolgt ist. In der Vergangenheit rankten sich die Ideen, Vorstellungen und auch Gerüchte von einer Aussichtsrampe bis hin zur Anlage eines kleinen Vergnügungsparks.

Treppenanlage

Die ab März angedachte Sanierung sieht Grundinstandsetzungsmaßnahme am Fördergerüst vor und damit Stahlbauarbeiten zur Tragwerksertüchtigung des Turms. Der Neubau einer Treppenanlage und die Erneuerung des Korrosionsschutzes an allen Stahlbauteilen ist zu bewerkstelligen. Die Ausschreibung sieht vor, dass als erste Maßnahme das ca. 50 Meter hohe Fördergerüst komplett einzurüsten ist. Ein Treppenturm mit Materialtragflächen einschließlich Personen- und Lastenaufzug muss montiert werden.

Alle Stahlteile mit Korrosionsschutzsystem beschichten

Die etwa mit Blei kontaminierte Korrosionsschutzbeschichtung muss abgebeizt und mit Sandstrahl entfernt werden. Die neue Treppenanlage aus etwa sechs Treppenpodesten und ca. fünf Treppenläufen aus Stahlprofilen und Riffelblechbelag sowie rund 130 Meter Geländer müssen hergestellt werden. Nach Abschluss der Stahlbauarbeiten sind alle alten und neuen Stahlteile mit einem Korrosionsschutzsystem neu zu beschichten.

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