Sport

600 Schüler wollen beim Tischtennis den Stadtrekord knacken

Beim „Sing Pong“ rennen die jungen Tischtennisspieler um einen Konzertflügel. Der erste Aktionstag fand Anfang Juni in der Düsseldorfer Arena statt. Über 2000 Kinder machten mit – Weltrekord!

Beim „Sing Pong“ rennen die jungen Tischtennisspieler um einen Konzertflügel. Der erste Aktionstag fand Anfang Juni in der Düsseldorfer Arena statt. Über 2000 Kinder machten mit – Weltrekord!

Foto: Anke Hesse / Borussia Düsseldorf

Wattenscheid.  Beim „Sing Pong“ am 4. Juli im Lohrheidestadion treffen sich 600 Schüler zum Tischtennis. Als Stargast ist Sängerin Marie-Sophie Keßler dabei.

Singen, Spaß haben und gleichzeitig Tischtennis spielen: Das gab’s in dieser Kombination noch nie. Am Donnerstag, 4. Juli, verwandelt sich das Lohrheidestadion zum ersten Mal in eine „Sing Pong“-Arena. Über 600 Grundschüler aus fünf Bochumer Schulen wollen von 10 bis 11.30 Uhr an über 50 Tischtennisplatten die kleinen weißen Bälle über die Netze flitzen lassen und dazu lauthals ein zuvor einstudiertes Lied singen. Der „Ping Pong Song“ stammt von dem gefeierten Pianisten Joja Wendt.

Auch ein Stargast wird erwartet: Die 12-jährige Sängerin Marie-Sophie Keßler, die 2017 im Finale der TV-Show „The Voice Kids“ stand, wird mit den Kindern gemeinsam musizieren. Mit dabei ist auch der Tischtennistrainer Danny Heister.

Anmeldungen für diesen Aktionstag sind nicht mehr möglich. Sämtliche Plätze sind bereits vergeben. „Wer mag, kann aber gern vorbei kommen und die Schüler beim Tischtennisspielen anfeuern“, sagt der Organisator Andreas Preuß. „Der Eintritt ist frei.“

Längste Tischtennis-Theke der Welt in der Düsseldorfer Altstadt

„Sing Pong“ ist ein Projekt des Tischtennis-Rekordmeisters Borussia Düsseldorf, der es sich zum Ziel gesetzt hat, den Sport stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und auch für Jüngere attraktiver zu machen. „Wir wissen, dass wir eine Randsportart sind“, meint Preuß. „Daher verwenden wir viel Energie darauf, Tischtennis energischer in die Breite zu tragen.“ Beim „Sing Pong“ werden die Elemente Musik, Tanz und Tischtennis miteinander verbunden – und dies mit beachtlichem Erfolg.

So organisierte der Verein bereits die längste Tischtennis-Theke der Welt, die in der Düsseldorfer Altstadt aufgebaut wurde. Anfang Juni stieg das erste „Sing Pong“ in der Düsseldorfer Merkur-Arena mit 2000 Kindern aus 19 Grundschulen, die an 105 Tischen zum Rundlauf antraten. „Das war Weltrekord“, freut sich Preuß. In diesem Sommer soll es „Sing Pong“ in sieben weiteren deutschen Städten geben: darunter bei den Ruhr Games in Duisburg, in Xanten, zur Saisoneröffnung beim BVB in Dortmund – und eben im Lohrheidestadion.

Bochumer Stadtrekord könnte geknackt werden

Einen neuen Weltrekord wird es im heimischen Stadion zwar nicht geben. Doch der Bochumer Stadtrekord dürfte an diesem Tag locker geknackt werden: „600 Schüler beim Rundlauf an über 50 Tischtennisplatten: Das gab es in der Stadt noch nie.“ Eine der Spielplatten ist übrigens ein umgebauter Konzertflügel, über den ein Netz gespannt ist. Unterstützt wird „Sing Pong“ mit Mitteln der Landesregierung NRW.

Das Lohrheidestadion stellt sich für diesen Tag gern als Gastgeber zur Verfügung. „Wir wollen zeigen, dass unser Stadion mehr kann als nur Fußball und Leichtathletik“, meint Klaus Retsch, Leiter des Referats für Sport und Bewegung bei der Stadtverwaltung. „Daher wollen wir das Lohrheidestadion künftig stärker auch für Kulturevents öffnen.“

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