Aktion im Lohrheidestadion

600 Schüler spielen Tischtennis und singen im Stadion

Beim „Sing Pong“ im Lohrheidestadion haben rund 600 Kinder vom 3. bis 6. Schuljahr Spaß beim Singen und Tischtennis-Spiel.

Beim „Sing Pong“ im Lohrheidestadion haben rund 600 Kinder vom 3. bis 6. Schuljahr Spaß beim Singen und Tischtennis-Spiel.

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Knapp 600 Schüler kommen zum „Sing Pong“ in die Lohrheide. Eine Mischung aus Tischtennis, Bewegung, Tanz und Gesang kann Stadtrekord einbringen.

Wattenscheid. Holzschläger in den Händen, Lieder auf den Lippen: auch das Lohrheidestadion darf noch Premieren und sehr wahrscheinlich einen Stadtrekord miterleben. Möglich macht’s „Sing Pong“, eine Mischung aus Musik, Tanz, Bewegung und – natürlich – Tischtennis. Sieben Bochumer Schulen kommen am Donnerstagvormittag mit knapp 600 Kindern ins Wattenscheider Rund, um zu singen und 50 Tischtennisplatten auf der Laufbahn zu bespielen.

Während sonst Leichtathletik und Fußball auf Rasen und Tartanbahn heimisch sind, stellt „Sing Pong“ den Auftakt der neuen beschlossenen Nutzung des Lohrheidestadions durch kulturelle Großveranstaltungen dar. Die Idee zum sportlich-musikalischen Mix kommt aus Düsseldorf, präziser vom Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf, sagt Pressesprecher Alexander Schilling: „Kreative Projekte spielen bei uns eine große Rolle. ,Sing Pong’ ist vor gut einem Jahr entstanden und seitdem gereift.“ Der erste Schritt an die Öffentlichkeit ist am 5. Juni in Düsseldorf mit über 2000 Teilnehmern geglückt – Weltrekord. Aktuell tourt das Programm durch ganz NRW.

Schulung der kognitiven Fähigkeiten und musische Erziehung

Bewusst habe man sich für eine Kombination aus Bewegung, Schulung der kognitiven Fähigkeiten und musischer Erziehung entschieden. Borussia-Manager und Organisator Andreas Preuß sorgt schnell für Stimmung auf den Rängen der Haupttribüne, als er nach der Reihe die sieben Schulen aufruft. Was die Lautstärke betrifft, überzeugen vor allem die Grundschüler. Der Spaß stehe bei „Sing Pong“ im Mittelpunkt, stellt Preuß klar und spricht von einem „besonderen Tag in einem altehrwürdigen Stadion“.

Den ersten Höhepunkt setzt dann Marie-Sophie Keßler. Schon bei den ersten Zeilen wird hörbar, warum die junge Sängerin 2017 im Finale von „The Voice Kids“ stand. Die lautstark geforderte Zugabe wird spontan ermöglicht, bevor Schulchöre zum gemeinsamen Singen und Tanzen motivieren.

Gemeinsam statt gegeneinander

Dann geht’s endlich an die Schläger und den Stadtrekord. Pressesprecher Schilling: „Laut unserer Info haben in ganz Bochum noch nie knapp 600 Schüler an 50 Platten gleichzeitig gespielt.“ Und der Nachwuchs ist kaum zu bremsen. Ob sie eine kurze Pause möchten, fragt Preuß über das Mikrofon. „Nein!“, schallt es eindeutig zurück. Überall fliegen die kleinen weißen Bälle durch die Luft und werden gekonnt mit den Schlägern hochgehalten.

„Klar macht’s Spaß“, rufen Kinder der Gertrudisschule. Leiterin Tanja Knopp vermutet, dass viele erstmals einen Schläger in der Hand halten: „Alles ist spielerisch, hier geht es um nichts, jeder kann sich einbringen und kleine Erfolgserlebnisse mitnehmen.“ Auch beim 15-minütigen Rekord-Rundlauf ist der Wettstreit kein Thema, niemand scheidet aus.

Zum Abschluss gibt es noch einmal den Ballwechsel zur Musik. Passend wird der „Ping Pong Song“ von Pianist Joja Wendt gesungen und auch Marie-Sophie Keßler begeistert erneut, nachdem sie auf der Tribüne zahlreiche Autogramme geschrieben hatte.

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