Interview

2018 wird ein Jahr der Umsetzung verschiedener Projekte

Das Parkfest am Ehrenmal – im September dieses Jahres.

Das Parkfest am Ehrenmal – im September dieses Jahres.

Foto: Gero Helm

  Gespräch über Perspektiven, Topps und Flops mit Bezirksbürgermeister Manfred Molszich und Bezirksverwaltungsstellenchef Karlheinz Kayhs.

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2017 ist bald Geschichte. Es war ein bewegtes und zugleich bewegendes Jahr. 2018 ist in Sichtweite. Mit Bezirksbürgermeister Manfred Molszich und Bezirksverwaltungsstellenleiter Karlheinz Kayhs lässt Redakteurin Ellen Wiederstein das Jahr Revue passieren und wagt einen Blick auf 2018.

Was bleibt unvergessen in 2017?

Molszich: Ganz vorne an steht die fünftägige WAT-600-Feier im Sommer. Gleichfalls die Feier zum Zusammenschluss der vier evangelischen Kirchengemeinden zur neuen Evangelischen Kirchengemeinde Wattenscheid und auch das Reformationsjubiläum auf dem Alten Markt. Und ich finde, dass, entgegen den vielen Unkenrufen, die Flüchtlingsbetreuung an den Standorten in Wattenscheid sowohl von den Maltesern als auch vom DRK und den vielen Ehrenamtlichen super funktioniert hat. Dafür allen noch mal ein Danke.

Wie steht’s um Höhepunkte in und für Wattenscheid?

Molszich: Da gibt’s viele positive Entwicklungen, die in 2017 angestoßen worden und angelaufen sind: Der Beginn der Sanierung Förderturm Zeche Holland, der Bau des neuen Feuerwehrhauses in Günnigfeld, das alte Südpark-Hotel, wo endlich Wohnungsbau erfolgt, der Abenteuerspielplatz, der vollkommen neu gestaltet wird, der Beschluss, das Hallenfreibad Höntrop erstens neu zu bauen, zweitens am Standort im Südpark und drittens die Übernahme des Bades durch die Gesellschafterversammlung der Bäder GmbH. Weiter sind die Planung Ehrenmal, die Parkfeste dort und die Bürgerbeteiligung zu nennen, somit auch die ersten sichtbaren Zeichen der Fördermaßnahme „Soziale Stadt“.

Was ist Ihrer Meinung nach eher schlecht gelaufen?

Molszich und Kayhs: Wir haben nach wie vor die Schrottimmobilien, etwa an der Westenfelder Straße (Autobahnbrücke), die alte Schänke Freiheitstraße oder das eingerüstete Haus an der Hagenstraße im Rosenviertel. Zudem ist die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer im Bereich Fußgängerzone zu beklagen. Hier wird hineingefahren und wild geparkt. Auch der zeitliche Aufwand des Kreisverkehr-Baus Am Thie in Eppendorf ist für niemanden wünschenswert.

Was nehmen Sie als „unerledigt“ mit ins neue Jahr?

Kayhs: „Es gibt noch keine abschließende Entscheidung über den Rathaussturm an Weiberfastnacht. Durch die neu eingesetzten Brandschutztüren müssen wir schauen, ob wir im ersten Obergeschoss feiern können. Die Glastür ist nicht komplett aufzuklappen. Wir werden aber versuchen, eine Lösung zu finden. Weiter soll endlich Licht unter dem Rathaus-Vordach angebracht werden. Vielleicht werden Bäume auf dem Rathausvorplatz gepflanzt.

Molszich: Überhaupt stehen Ersatzpflanzungen an, auf der Marienstraße, auf dem Alten Markt, durch den Bau des Gemeindezentrum und am Stadtgartenring.

Was wünschen Sie sich für 2018?

Molszich: Dass die Maßnahme Förderturm Zeche Holland zu Ende gebracht wird und wir mit dem Ehrenmal vorankommen und dringend notwendige Sanierungen in Schulen realisiert werden. Wir hoffen darauf, dass die Senioren-Veranstaltungen in Wattenscheid und Bochum weiterhin durchgeführt werden. Prima wäre eine große Beteiligung von Wattenscheider Vereinen beim 630-Jahre-Fest der Bochumer Maiabendgesellschaft.

Kayhs: Wir möchten weiterhin möglichst viele kommunale Dienstleistungen im Wattenscheider Rathaus anbieten können. Das Fundbüro und auch die Ausstellung von Wohnberechtigungsscheinen (WBS) bleiben auf jeden Fall in der Bezirksverwaltungsstelle. Wir wollen weiterhin die erste Anlaufstelle für die Bürger sein.

2018 wird ein Jahr der Realisierungen. Was steht an?

Molszich: Das Bebauungsplanverfahren für die Bebauung Wilhelm-Leithe-Weg (Nord/Süd) wird anlaufen. Der Beschluss ist da, beide Gebiete werden angepackt. 2018 ist das Jahr der Baubeginne: der Radschnellweg RS1 läuft an, die Bebauung des Innenstadt-Geländes Voede-/Friedrich-Ebert-Straße durch die VBW wird starten, Kitas im gesamten Stadtgebiet werden errichtet.

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