Eliteschülerin

18-Jährige Leichtathletin sprintet zu Weltrekord und Abitur

V.l.: Hellweg-Schulleiter Jürgen Mengler, Sport-Koordinatorin Mareike Kinder, Laufbahnberater Elmar Stumpe, Jürgen Dieberg (Sparkasse) und Alfred Bienholz (stellv. Schulleiter) gratulieren Keshia Kwadwo.

Foto: Joachim Haenisch

V.l.: Hellweg-Schulleiter Jürgen Mengler, Sport-Koordinatorin Mareike Kinder, Laufbahnberater Elmar Stumpe, Jürgen Dieberg (Sparkasse) und Alfred Bienholz (stellv. Schulleiter) gratulieren Keshia Kwadwo. Foto: Joachim Haenisch

Bochum-Wattenscheid.   Die Wattenscheiderin Keshia Kwadwo ist als Eliteschülerin des Sports ausgezeichnet worden. Ein Leben zwischen Wettkämpfen, Schule und Berufswahl.

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Mit 15 Jahren war sie die schnellste Läuferin ihrer Altersklasse der Welt, als 16-Jährige hing sie gleichaltrige Europäerinnen ab. Jetzt, mit 18 Jahren, wurde Keshia Kwadwo bereits zum dritten Mal als „Eliteschülerin des Sports“ (Standort Bochum) aufgrund ihrer „überragenden Leistungen“ im Sprint ausgezeichnet. Neben der Ziellinie hat die hochtalentierte Leichtathletin aus Wattenscheid ihr Abitur an der Hellweg-Schule fest im Blick.

Spitzensport ist gleichzeitig Hobby

Acht Trainingseinheiten pro Woche, zweimal in den Morgenstunden. Erfolge erfordern Talent, Fleiß, Disziplin und Zeit. Für Keshia Kwadwo kein notwendiges Übel, denn: „Leichtathletik ist auch mein Hobby, sonst würde ich den Sport nicht so intensiv betreiben.“ Mit acht Jahren begann ihre Karriere beim TV Wattenscheid 01, seit 2013 ist sie zudem Kaderathletin des Olympiastützpunktes Westfalen/Bochum.

Ein Blick auf ihre Vita zeigt, dass Kwadwo nicht nur beim TV Wattenscheid 01 als hoffnungsvolles Talent gilt. Mit der deutschen U20-Staffel stellte sie bei der Europameisterschaft einen neuen Jugendweltrekord über vier mal 100 Meter auf (43,27 Sekunden), lief die beste Zeit innerhalb ihres Teams, das die gemeinsame Leistung vergoldete. Weiterer Lohn: „Die Staffel wurde als Jugendmannschaft des Jahres ausgezeichnet“, hebt Elmar Stumpe hervor.

Spagat zwischen Schule und Sport

Als Laufbahnberater und Umfeldmanager am Olympiastützpunkt weiß Stumpe um den teils fordernden Spagat zwischen Sport und Ausbildung. „Besonders Schulausfälle durch Training und Wettkämpfe koordinieren wir mit den Schulen, schalten uns auch ein, falls es mal Probleme geben sollte.“

Ins Stolpern geriet Kwadwo bislang nicht, bei der Abiturientin läuft es rund: „Mein Trainer Slawomir Filipowski achtet darauf, dass ich den Unterrichtsstoff mitbekomme.“ Stumpe sorge dafür, dass die Lehrer Verständnis zeigen.

Klares Konzept für die Zeit nach dem Abitur

Ihre berufliche Laufbahn geht Kwadwo genauso zielstrebig an, wie ihre Sprints: „Ich muss neben dem Sport in verschiedene Richtungen gucken. Im April mache ich Abitur, danach ist die Tür weit offen.“ Landes- oder Bundespolizei oder ein Studium im Bereich „Soziale Arbeit“ stehen in den Startlöchern: „Auf jeden Fall ein ,helfender’ Beruf. Das ist neben dem Leistungssport für mich die wichtigste Komponente“, erklärt die 18-Jährige das Konzept für ihren Werdegang neben der Leichtathletik.

Welt- und Europameisterschaft im Blick

Auch der Sport wartet mit zwei Highlights im Jahr 2018 auf. Bei der U20 Weltmeisterschaft in Finnland möchte Keshia Kwadwo „ins Finale“ einziehen. Im Seniorenbereich peilt sie mit der Staffel die Qualifikation zur Europameisterschaft an: „Das ist zwar ein steiniger Weg, die Spitze sehr, sehr stark. Ich habe aber gezeigt, dass ich angreifen kann“, gibt sich Kwadwo selbstbewusst.

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