Fördermittel

Große Pläne für Stütings Mühle: Land vergibt Fördermittel

Die Stütings Mühle kann sich über einen Geldsegen der Landesregierung freuen.

Die Stütings Mühle kann sich über einen Geldsegen der Landesregierung freuen.

Foto: Tanja Frohne

Belecke.  Fast 200.000 Euro erhält der Kultur- und Heimatverein Badulikum für den Umbau von Stütings Mühle in Belecke. Was dort alles entstehen soll.

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Über einen Geldregen für Stütings Mühle kann sich der Kultur- und Heimatverein Badulikum freuen. 192.500 Euro gibt die nordrhein-westfälische Landesregierung aus dem Fördertopf zum Thema „Heimat“ für das Belecker Wahrzeichen frei, nachdem der Verein Anfang des Jahres in Abstimmung mit der Stadt Warstein einen Antrag auf Bezuschussung des Projekts „Informationszentrum zur Heimatgeschichte“ (IZH) gestellt hatte.

Das Projekt soll ein Dokumentationsort der jüngsten Geschichte seit etwa 1920 sein, die für die jetzt lebenden Generationen noch greifbar ist. Der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Raulf erläutert: „Der Kultur- und Heimatverein Badulikum hat sich zum Ziel gesetzt, ein Informationszentrum für Heimatgeschichte schaffen. Sägen mit Wasserkraft und ökologische Stromgewinnung sowie gelebter Denkmalschutz sind heute schon Bestandteile entsprechender Führungen. Im Fokus steht nun, einen ehemaligen Luftschutzbunker, geschaffen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir wollen dies Schulen und den nächsten Generationen anbieten, um - auch dunkle - Geschichte wieder lebendig zu machen. Eindrucksvoll und authentisch wollen wir realistisch die Stimmung und Gefühle der damals betroffenen Bevölkerung dokumentieren.“

Zeitzeugen kommen zu Wort

Geplant ist dazu neben dem sicheren Ausbau, die wenigen noch lebenden Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen und dieses akustisch und visuell festhalten. Einen schriftlichen Beitrag hierzu hat der Kultur- und Heimatverein bereits in Band I (“Zeitreise“) der heimat- und volksgeschichtlichen Buchreihe „Belecke. Lebendige Geschichte“ veröffentlicht.

Der Eingang zum ehemaligen Luftschutzbunker liegt im Ensemble „Stütings Mühle“. Das ist ein denkmalgeschützter Gebäudekomplex, ein Erbe der Familie Stüting an die damalige Stadt Belecke (heute Stadt Warstein), mit der Vorgabe, die Gebäude der Bevölkerung und den Vereinen zu kulturellen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Ein Teil der Gebäude wird ehrenamtlich von drei Gruppierungen des Belecker Kultur- und Heimatvereins betreut. Der „Arbeitskreis Mühlrad“ hat in den 80er Jahren das in die Jahre gekommene Mühlrad von Grund auf erneuert und zeigt heute, wie mit Wasserkraft gesägt wurde und wird; ebenso die Stromerzeugung mit Wasserkraft.

Natur- und Freilichtbühne

Die „Belecker Sturmtagkanoniere“ und die „Belecker Nachtwächterzunft“ (beide Gruppierungen seit 1988 aktiv) haben vor zwei Jahren im Ensemble das Gebäude „Kleiner Speicher“ nach Denkmalschutzvorgaben rück- und wieder aufgebaut. Der „Kleine Speicher“ grenzt an den Mühlenteich, ein idyllisches, ökologisch wertvolles Kleinod für Flora und Fauna im Ensemble, unterhalten vom Arbeitskreis Mühlrad. Zudem wurde in den letzten Jahren im Ensemble eine Natur- und Freiluftbühne geschaffen. Hier finden Traditionsveranstaltungen, Gottesdienste, Events und Vereinsaktivitäten statt.

„Wir wollen nun diese Bausteine zusammenfügen und das „Ensemble Stütings Mühle“ zu einem zeitgeschichtlichen Dokumentationsort in Belecke machen. Neben dem neuen Baustein Luftschutzbunker wollen wir die anderen Elemente erweitern und zukunftsorientiert sichern und so regional und überregional eine Erlebbarkeit von Geschichte auf engstem Raum schaffen“, sagt Hans-Jürgen Raulf. Dabei ist es das Ziel des Projektes, neue und bereits bestehende Elemente zu einem heimatgeschichtlichen Informationszentrum zusammen zu führen und einen wesentlichen weiteren Baustein für das Stadtmarketing der Stadt Warstein zu schaffen.

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