Medizin-Praktikum

Ärztekammer-Chef lobt Warsteins Arbeit gegen Ärztemangel

Während die Sprechzimmer immer voller werden, gibt es in den ländlichen Regionen immer öfter einen Ärztemangel.

Während die Sprechzimmer immer voller werden, gibt es in den ländlichen Regionen immer öfter einen Ärztemangel.

Foto: Monika Skolimowska

Warstein.  Mit speziellen Angeboten für Medizin-Studenten wollen Warstein und der Kreis gegen den Ärztemangel vorgehen. Jetzt gibt es Lob von hoher Stelle.

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Wie bekommt man Nachwuchs-Mediziner in ländliche Regionen? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch die deutsche Ärztekammer und die Wirtschaftsförderung Kreis Soest. Warstein dient dabei als Positiv-Beispiel: Rund zwei Drittel der niedergelassenen Ärzte stammen aus der Stadt beziehungsweise dem näheren Umfeld.

Um die Region auch für den Nachwuchs interessant zu machen, hospitierten nun fünf Medizin-Studentinnen während ihres verpflichtenden Praktikums vier Wochen lang in Praxen und erlebten dort die Tätigkeiten eines Hausarztes. Neben der Arbeit mit Patienten standen zusätzlich vier Medizin-Workshops auf dem Programm. Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, besuchte die Teilnehmer während eines Workshops im Warsteiner Krankenhaus Maria Hilf, um sich ein Bild vom Programm zu machen.

Für Studenten attraktiver werden

„Die praktischen Fertigkeiten als Arzt und der Beruf des Hausarztes kommen bei den vollen Semesterplänen oft zu kurz. Eine qualitätsgesicherte Hausarztfamulatur mit Medizinworkshops in unterschiedlichen Krankenhäusern im Kreisgebiet zu verbinden, ist ein sehr gutes Beispiel, wie ländliche Kreise und Krankenhäuser attraktiver für Medizinstudenten werden können“, sagt der Präsident.

Er informierte sich in einem Gespräch mit Dr. Rolf Cramer (Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Maria Hilf) und Thomas Schöne (Bürgermeister der Stadt Warstein) auch über die ambulante und stationäre Versorgungssituation in Warstein. Nach aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe praktizieren insgesamt 20 Hausärzte in der Stadt Warstein, viele davon werden in den kommenden Jahren altersbedingt ihre kassenärztliche Zulassung aufgeben.

„Junge Mediziner für eine Tätigkeit, ob im Krankenhaus oder in einer Hausarztpraxis, in ländlichen Kommunen zu gewinnen, wird immer schwieriger. Als Stadt unterstützen wir daher aktiv die gemeinsamen Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Kreis Soest und des Krankenhauses Maria Hilf“, betonte Thomas Schöne.

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