Neuer MRT fürs St. Vincenz

Tonnenschwerer Koloss im Anflug

Mit vereinten Kräften und in Millimeterarbeit wurde der neue MRT ins Krankenhaus geschoben. Der Spezialschlitten ermöglichte es, das Gerät zu kippen, sonst hätte es nicht durch die Tür gepasst.

Foto: ANDREAS KALTHOFF

Mit vereinten Kräften und in Millimeterarbeit wurde der neue MRT ins Krankenhaus geschoben. Der Spezialschlitten ermöglichte es, das Gerät zu kippen, sonst hätte es nicht durch die Tür gepasst. Foto: ANDREAS KALTHOFF

Datteln.  Das erlebt die Belegschaft des St. Vincenz auch nicht alle Tage. Entsprechend zückten etliche Mitarbeiter am Montagmorgen die Handys, um die Anlieferung des neuen Magnet-Resonanz-Tomografen (MRT) bildtechnisch festzuhalten.

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4,6 Tonnen bringt das neue Gerät von Philipps auf die Waage. Die spektakuläre Aktion begann gegen 8 Uhr, als sich ein 32-Tonnen-Kran an der Vincenz-Straße in Stellung brachte und den MRT vor die Eingangstür wuchtete. Und dann war echte Millimeterarbeit gefragt, denn in der normalen Position passte das 2,40 Meter Ungetüm nicht durch die Tür beziehungsweise Flure. Deshalb war der Einsatz eines besonderen Transportschlittens erforderlich, auf dem der MRT um 45 Grad gedreht werden konnte und so haarscharf durch die Tür passte. Von diesem Schlitten gebe es weltweit nur fünf Stück, erläutert Medizintechniker Marvin Hans vom St. Vincenz im Gespräch mit unserer Redaktion.
Dreimal leistungsstärker als der Vorgänger Der alte Tomograf, der rund 20 Jahre seinen Dienst im Dattelner Krankenhaus versah, war zuvor abgebaut worden. Das neue Gerät ist mit 1,5 Tesla dreimal so leistungsstark wie der Vorgänger. Das ermöglicht bessere und schnellere Aufnahmen. Mit dem MRT können Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt werden, die eine Beurteilung der Organe und vieler krankhafter Organveränderungen erlauben. Und das ohne jegliche Strahlenbelastung für den Patienten.

Bis das neue High-Tech-Gerät aber einsatzfähig ist, vergehen noch einige Tage. Vor allem die Kalibrierung des MRT dauere seine Zeit, so Marvin Hans. Die erste Untersuchung ist für den 4. Juni geplant. Bis dahin laufen die Untersuchungen im zweiten MRT, den das St. Vincenz seit 2014 im Einsatz hat.
Investition von rund einer Mio. Euro Nach Anhaben von Klinik-Chef Wolfgang Mueller investiert das Krankenhaus für das neue medizinische Großgerät rund eine Mio. Euro, der eigentliche MRT schlägt mit rund 700.000 Euro zu Buche, der Rest sind Umbaukosten. Der leistungsstarke Tomograf spielt für den Aufbau des neuen Herzkatheter-Labors, das Mitte Juni seine Arbeit aufnehmen wird, eine zentrale Rolle. "Wir haben damit genügend Kapazitäten für die Kardio-Untersuchungen", so Müller. Der eigentliche Katheter-Messplatz wird nächste Woche angeliefert.

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