Vom Lippeverband

Stadt fordert Wege an renaturierten Bachläufen

Noch ist der Bereich des Steinrapener Baches – hier zwischen der Karlstraße und der Brücke an der Schachtstraße (Foto) – eingezäunt. Das könnte sich in Zukunft ändern.

Foto: Michael Dittrich

Noch ist der Bereich des Steinrapener Baches – hier zwischen der Karlstraße und der Brücke an der Schachtstraße (Foto) – eingezäunt. Das könnte sich in Zukunft ändern.

Oer-Erkenschwick.  Rund zwei Jahre haben die Kanal-Bauarbeiten des Lippeverbandes am Wester- und Steinrapener Bach gedauert. Bald beginnt die Renaturierung. Und davon sollen die Bürger profitieren.

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"Was nützt die schönste Naturmaßnahme, wenn die Bürger davon nicht direkt profitieren?", fragt der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr. Hintergrund ist die Tatsache, dass der Lippeverband während der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einen Sachstandsbericht abgegeben hat. Danach sind die Verrohrungsarbeiten entlang der 3,5 Kilometer langen Läufe des Wester- und Steinrapener Baches auf Oer-Erkenschwicker Stadtgebiet beendet. Damit hat der Lippeverband erreicht, dass in den sichtbaren Bachläufen nur noch Regenwasser fließt. Das (stinkende) Schmutzwasser wird über Kanalrohre bis zur Dattelner Mühlenbach-Kläranlage geleitet. Weil das Regenwasser aus den Bachläufen künftig direkt in die Lippe fließt, wird so die Kläranlage entlastet.

Eine weitere positive Folge ist, dass die bislang einbetonierten Wasserläufe nun naturnah gestaltet werden können. Das heißt, die Betonsohlen (siehe Infokasten) können aufgebrochen und die Bachläufe naturnah gestaltet werden. Für den in weiten Teilen unterirdisch über Rohre geführten Westerbach bedeutet das an der Stadtgrenze zu Datteln, dass er wieder in sein altes Bett "verlegt" werden kann.

Im Zuge der erforderlichen wasserrechtlichen Erlaubnis ist nun auch die Stadt mit im Boot dieses Planverfahrens. "Und wir möchten, dass man an möglichst vielen Stellen der renaturierten Bachläufe wandern und radfahren kann", sagt Immohr. Ob und wo nun neue Radwanderwege angelegt werden, wird innerhalb der kommenden zwei Jahre entschieden. SPD und CDU machen sich schon jetzt für ein Wegekonzept in den genannten Bachbereichen stark.

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