Schläge auf Schulhof

Polizei sucht Tatverdächtigen per Foto

Diesen Tatverdächtigen sucht die Polizei.

Foto: Polizei

Diesen Tatverdächtigen sucht die Polizei.

Westerholt.  Die Polizei ist per Öffentlichkeitsfahndung auf der Suche nach einem Mann, der einen 24-Jährigen aus Herten auf dem Schulhof der Martin-Luther-Schule (Martin-Luther-Straße) geschlagen haben soll. Die Tat ereignete sich am 26. Januar gegen 23.30 Uhr.

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Die Polizei vermutet, dass der Tatverdächtige damals in Begleitung von drei weiteren Personen war, die allerdings nicht näher beschrieben werden können. Sie liefen laut Zeugenaussagen in Richtung Friedhof Westerholt davon. Der 24-Jährige musste damals schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Was genau auf dem Schulhof passierte, ist unklar.

Auch deshalb werden die Personen, die mit auf dem Schulhof waren, dringend von der Polizei gesucht. Hinweise nimmt das Regionalkommissariat in Herten unter Tel. 0800/2361111 entgegen.

Warum wird dieser Aufruf erst jetzt - mehrere Monate nach der Tat - veröffentlicht? Das liegt daran, dass eine sogenannte Öffentlichkeitsfahndung eines der letzten Mittel der Wahl ist. Zuvor müssen alle anderen Ermittlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sein. Und das kann dauern. Die Spurenauswertung oder die Befragung von Zeugen benötigt Zeit. Auch Fotos oder Videos müssen - sofern vorhanden - erst einmal von der Polizei gesichert und gesichtet werden.

Am Ende entscheidet nicht die Polizei darüber, ob ein Tatverdächtiger sein Gesicht in der Zeitung wiederfindet, sondern die Staatsanwaltschaft muss einen Antrag zur Veröffentlichung von Fotos oder Videos stellen. Ein Richter prüft dann, ob alle anderen Ermittlungsansätze ausgeschöpft sind. Hintergrund dieses komplizierten Vorgehens: Es muss abgewogen werden zwischen den Persönlichkeitsrechten der abgebildeten Person einerseits und dem Strafanspruch des Staates andererseits.

Auf die Qualität der Fotos und Videos hat die Polizei keinen Einfluss. Sie kann nur das veröffentlichen, was die Überwachungskameras von Banken, Tankstellen, Spielhallen usw. hergeben.

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