Kriminalpolitik mit Augenmaß

Jürgen Kußerow bleibt im Vorstand des DVJJ

Jürgen Kußerow mit Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die den Deutschen Jugendgerichtstag in Nürnberg eröffnete.  Privat

Jürgen Kußerow mit Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die den Deutschen Jugendgerichtstag in Nürnberg eröffnete. Privat

Foto: Privat

Waltrop.  Jürgen Kußerow (51) gehört für weitere vier Jahre dem Vorstand der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen (DVJJ) an. Beim 29. Deutschen Jugendgerichtstag in Nürnberg ist Kußerow, der die Jugendhilfe der Stadt Waltrop in Strafverfahren vertritt, als 1. stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt worden.

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Seit 1989 ist der Sozialarbeiter Jürgen Kußerow bei der Stadtverwaltung Waltrop beschäftigt. Er begleitet jährlich bis zu 170 Strafverfahren mit Jugendlichen.

Kußerow setzt sich in seiner Arbeit vor Ort und mit dem DVJJ für eine Kriminalpolitik mit Augenmaß ein und fordert insbesondere die Politik auf, nicht reflexartig auf mitunter extrem schreckliche Einzelfälle sofort nach einem härterem Durchgreifen zu rufen. Laut Kußerow begeht ein nur kleiner Teil aller jugendlichen Straftäter über die Hälfte aller Straftaten. Kusserow: "Wegsperren führt nur zur Verfestigung unerwünschter Verhaltensweisen und kann nur das absolut letzte Mittel sein."

Die DVJJ ist Deutschlands Fachverband für Jugendstrafrechtspflege. Die Vereinigung hat rund 1 800 Mitglieder aus allen Berufsgruppen, die am Jugendstrafverfahren mitwirken oder sich wissenschaftlich mit Jugenddelinquenz und Jugendkriminalrechtspflege befassen.

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