Biologische Station

Honig im Schleudergang

Honigernte in der Biostation: (v.l.) Vorsitzender Reinhard Wentzlik, Ludger Drescher, Imker Manfred Onnebrink, Heinz Jetten und Jürgen Kleer bereiten die Waben für den Schleudergang vor.

Foto: Michael Dittrich

Honigernte in der Biostation: (v.l.) Vorsitzender Reinhard Wentzlik, Ludger Drescher, Imker Manfred Onnebrink, Heinz Jetten und Jürgen Kleer bereiten die Waben für den Schleudergang vor.

Oer-Erkenschwick.  Ohne Bienenhonig wäre die Biologische Station nicht denkbar. Seit mehr als 25 Jahren schleudern die ehemaligen Bergleute das köstliche Naturprodukt selbst.

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Fünf Bienenvölker sammeln zur Zeit fleißig Nektar auf dem Geländer der Biostation. "Wir werden etwa 70 Kilo Honig ernten", sagt Manfred Onnebrink. Der 60-Jährige ist seit neun Jahren Hobby-Imker und kümmert sich seit zwei Jahren auch um die Honigbienen der Biostation. "Das ist mein dritter Schleudergang", sagt Onnebrink. Früher war die Honigproduktion noch etwas aufwendiger. "Bis vor fünf Jahren habe ich das mit einer Handkurbel erledigt, weil ich der Kräftigste war", sagt Heinz Jetten.

Inzwischen hat der Verein einen Motor für die Honigschleuder angeschafft. Onnebrink bringt mit einer Heißluftpistole die Wachsdeckel auf den Honigwaben zum Schmelzen. Dann hängt er jeweils vier Waben in die Schleuder. Nach drei Schleudergängen ist der Honig in dem Edelstahlbehälter geländet. Bis zu zwei Kilo süße Ernte stecken in jeder Wabe. Anschließend kippt der Imker den Rohhonig noch durch einen Feinfilter, der Wachs und andere Verunreinigungen aussiebt. Bis das Biostation-Naturprodukt in Gläsern abgefüllt werden kann, dauert es noch eine Woche. Onnebrink: "Ich muss den Honig noch cremig rühren, damit keine groben Zuckerkristalle zurückbleiben." Das Umrühren erledigt eine Maschine.

Bei dem Bio-Produkt handelt es sich übrigens um Sommerhonig, in erster Linie auf Robinien- und Lindenbasis. Kaufen kann man den Biostation-Honig leider nicht. Vorsitzender Reinhard Wentzlik meint: "Die Gläser verschenken wir als Dankeschön an Sponsoren."

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