Unfall

Herten: Buche begräbt Klein-SUV, Ehepaar überlebt

Symbolbild (Archiv): Eine 30 Meter hohe Buche hat in Herten ein vorbeifahrendes Auto unter sich begraben.

Symbolbild (Archiv): Eine 30 Meter hohe Buche hat in Herten ein vorbeifahrendes Auto unter sich begraben.

Foto: Guido Schulmann / Funke Foto Services

Herten.  Eine 30 Meter hohe Buche ist in Herten auf ein fahrendes Auto gestürzt. Die Insassen hatten großes Glück. Das Unglück betrifft auch Straßen.NRW.

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Eine 30 Meter hohe Buche ist am Samstag in Herten auf ein vorbeifahrendes Auto gestürzt. Das Unglück geschah auf der Feldstraße im Stadtteil Transvaal. Die Straße führt an einem Waldstück entlang.

Die beiden Insassen des Opel Crossland hatten Glück im Unglück, teilte die Polizei mit: Der 60-jährige Fahrer und seine 57-jährige Beifahrerin wurden schwer verletzt ins Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen gebracht. Lebensgefahr bestehe nicht, heißt es auf Anfrage bei der Polizei Recklinghausen.

Die Frau habe das Krankenhaus bereits am Samstagnachmittag wieder verlassen können, sagte am Montag ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Der Mann sei weiterhin in stationärer Behandlung.

Feldstraße in Herten musste für mehrere Stunden gesperrt werden

Das Paar war in Fahrtrichtung Marl unterwegs, als die mächtige Buche mit einem Stammumfang von 1,50 Meter plötzlich auf dem Dach des Wagens landete. Das Unglück ereignete sich in Höhe der Transvaaler Straße 435, aus Sicht des Ehepaars im Opel also am Beginn des Waldstück.

Am Fahrzeug entstand Totalschaden, die Polizei bezifferte die Schadenshöhe auf rund 15.000 Euro. Die Feldstraße musste zwischen Riedstraße und Langenbochumer Straße für mehrere Stunden gesperrt werden.

Die Polizei ging in ersten Einschätzungen davon aus, dass die Buche womöglich im Inneren morsch war. Ein Unwetter habe es zum Zeitpunkt des Unfalls nicht vor Ort gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Viele Bäume durch Dürre-Sommer geschädigt

Nach ersten Vermutungen bestätigte am Montag ein Sprecher des Landesbetrieb Straßen.NRW, dass dort die Verantwortung für den Streckenbereich liege - „also auch für das ‘Begleitgrün’ am Wegesrand“, sagte ein Behördensprecher auf Nachfrage.

Konkrete Erkenntnisse gebe es noch nicht. Laut Sprecher seien Mitarbeiter des Landesbetriebs vor Ort, um sich ein Bild vom Zustand der dortigen Bäume zu machen. Konkretere Angaben machte er nicht.

Bereits am Samstag sagte eine Straßen.NRW-Sprecherin: „Unsere Bäume werden regelmäßig kontrolliert. Nach den beiden Dürre-Sommern sind allerdings viele Bäume geschädigt, die Zahl der Bäume, die gefällt werden müssen, ist darum auch angestiegen“. Um die Baumkontrolle zu verstärken, seien auch mehr Stellen in den Meistereien geschaffen worden. Ohne die genauen Umstände in Herten zu kennen, lasse sich nichts zur Ursache sagen.

Hertens Bürgermeister Fred Toplak war noch am Samstag am Unglücksort, der an der Hertener Stadtgrenze liegt. Er ging von einer Ursache im Baum selbst aus. Krone und Stamm hätten einen gesunden Eindruck gemacht, meinte Toplak. Aber womöglich sei die Wurzel faul gewesen, sagte er. Er selbst wohne in der Nähe und fahre „jeden Tag viermal“ an der Stelle vorbei. Unter dem Strich sei er froh, dass nicht noch Schlimmeres passiert sei. (Red/mit dpa)

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