Kunibertitor

Alter Kiosk wird nun doch gerettet

Der seit Jahren leer stehende Kiosk am Kunibertitor soll im kommenden Jahr komplett saniert werden.

Der seit Jahren leer stehende Kiosk am Kunibertitor soll im kommenden Jahr komplett saniert werden.

Foto: Thomas Nowaczyk

Recklinghausen.  Die Stadtverwaltung hat einen Weg gefunden, den mehr als 100 Jahre alten Kiosk an der Kunibertibrücke zu erhalten. Er wird im kommenden Jahr unter Regie der Schulungs- und Servicezentrums Vest GmbH (SUS) am Ossenbergweg im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme saniert.

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Die Stadt stellt das Material. Die Kosten werden auf knapp unter 50 000 Euro geschätzt. Ein Zuckerschlecken wird die Sanierung sicher nicht. Die Bausubstanz hat insbesondere durch die eindringende Feuchtigkeit im Kellerbereich, in dem einst öffentliche Toiletten untergebracht waren, mächtig gelitten. Und so wird sich die Sanierung dann wohl auch über das komplette nächste Jahr hinwegziehen.
Bereits im November 2016 hatte der Wirtschaftsausschuss die Verwaltung beauftragt, nach einer Lösung für das Gebäude zu suchen. "Ziel war für uns immer, den Kiosk zu erhalten. Bei vielen Recklinghäusern hängen Erinnerungen an dem Gebäude", ist sich Axel Tschersich, Leiter des Fachbereichs sicher.
In den vergangenen Jahren hatte die Stadt mit verschiedenen Interessenten Kontakt, die den Kiosk gerne übernommen hätten, um dort zum Beispiel einen Imbissbetrieb unterzubringen. Ein Investor hatte der Stadt seinen Plan vorgestellt, ein Eis-Caf zu eröffnen. Dazu wollte er auf der Ostseite einen Glasanbau errichten. Die stattliche Höhe der Investition von 200.000 Euro hat diesen dann aber veranlasst, von dem Projekt Abstand zu nehmen. Ähnlich verhielt es sich mit den anderen Interessenten. Schließlich knüpfte die Verwaltung den Kontakt zum SUS, das direkt hinter dem Hauptbahnhof seinen Sitz hat. Das Schulungszentrum erhielt vom Jobcenter die Zusage, dass dieses die Lohnkosten für eine Qualifizierungsgruppe aus dem Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" übernimmt.
Die Inanspruchnahme der Fördermittel ist allerdings an die Bedingung geknüpft, in den ersten fünf Jahren nach Fertigstellung des Gebäudes keine gewinnorientierte, gewerbliche Nutzung dort unterzubringen. "Darin sehen wir aber kein Problem. Der Standort könnte sich zum Beispiel für eine Touristeninformation eignen", sagte Tschersich.
Denkbar sei aber durchaus auch, dass der Fachbereich Kultur oder das Jugendamt dort öffentliche Angebote etabliert. Nach dem Ablauf der Fünf-Jahresfrist besteht dann die Möglichkeit, einen kommerziellen Mieter für die Immobilie zu finden.

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