Brand

Zwölf Verletzte bei Feuer in Recklinghäuser Krankenhaus

Mit vier Löschzügen und 55 Einsatzkräften rückte die Feuerwehr Recklinghausen

Mit vier Löschzügen und 55 Einsatzkräften rückte die Feuerwehr Recklinghausen

Foto: WTVnews

Recklinghausen.   Bei einem Feuer in einer Recklinghäuser Klinik wurden mehrere Menschen verletzt. Das Personal verhinderte Schlimmeres. War es Brandstiftung?

Bei einem Feuer im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen sind in der Nacht mehrere Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Der schnelle Einsatz des Klinikpersonals verhinderte offenbar Schlimmeres.

Um 3.50 Uhr ging der Alarm der Brandmeldeanlage bei der Recklinghäuser Feuerwehr ein. Nahezu zeitgleich erfolgte die Bestätigung durch das Klinikpersonal. „Es brennt.“ Im 5. Stock, Station 5a, war in einem Patientenzimmer ein Feuer ausgebrochen.

Als die Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, waren die Flammen dank des beherzten Einsatzes von Schwestern und Pflegern bereits gelöscht. „Aber die ganze Etage war verraucht“, sagt Christian Schell, Sprecher der Recklinghäuser Feuerwehr. Die Retter evakuierten den Bereich, 60 nicht direkt betroffene Patienten wurden auf andere Stationen verlegt.

Verletzter Pfleger muss in eine Druckkammer

Durch Rauchgase erlitten drei Menschen schwere Verletzungen, in Lebensgefahr schwebe aber niemand, sagte eine Krankenhaussprecherin am Freitag. Die übrigen neun Betroffenen wurden in der Klinik untersucht, die meisten hätten diese bereits Stunden nach dem Vorfall wieder verlassen.

Bei den drei Schwerverletzten handelt sich um die beiden Patienten des Zimmers, in dem es gebrannt hatte, sowie um eine Pflegekraft. Außerdem wurden fünf weitere Mitarbeiter der Klinik und vier Polizisten verletzt. Die zwei Patienten wurden in die Intensivstation der Klinik gebracht, die Pflegekraft in die Düsseldorfer Uniklinik, die über eine Druckkammer verfügt.

Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Die Spurenlage deute darauf hin, dass der Brand „im Bereich eines Nachttisches“ entstanden sei, teilte die Polizei mit. „Die wahrscheinliche Ursache ist entweder fahrlässiger Umgang mit Feuer oder bewusste Brandstiftung.“ Ermittler hatten den Brandort zuvor gemeinsam mit einem Sachverständigen untersucht.

Gegen 6.30 Uhr war die Station mit Hilfe der Hochleistungslüfter der Feuerwehr wieder rauchfrei. Vier Löschzüge mit 55 Mann konnten ihren Einsatz beenden. Über Brandursache und die Höhe des entstandenen Sachschadens gab es zunächst noch keine Erkenntnisse.

Besonderen Dank sprach Feuerwehrsprecher Schell an die Schwestern und Pfleger aus. „Das Personal hat wirklich vorbildlich gehandelt.“ (a.b./mit dpa)

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