Konzert

Zwei junge Flötistinnen spielen mit Orchester und Chor

Anna Pasa (von links), Anna Nold, Ursula Smetten und Heike Sierks haben fleißig geprobt. Nun kann das Konzert am Sonntag kommen.

Foto: Ulrich Bangert

Anna Pasa (von links), Anna Nold, Ursula Smetten und Heike Sierks haben fleißig geprobt. Nun kann das Konzert am Sonntag kommen. Foto: Ulrich Bangert

  Zum Jubiläum gibt es am Sonntag ein besonderes Konzert in der Velberter St. Marienkirche. Fast ein Jahr haben die Musikerinnen dafür geprobt.

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Einfach himmlisch! So lautet der Titel des Konzerts zur Kirchenmusik in St. Marien. Die Fügung zu dieser ganz besonderen Premiere war dabei nahezu göttlich. Vor rund einem Jahr spielten Anna Paas und Anna Nold (beide 15) bei der Talentförderung der Musik- und Kunstschule vor.

Mit dabei ist auch Ursula Smetten als Begleitung. Nicht nur, dass die beiden Flötistinnen ihre Förderung erhielten. Sie begannen auch, als Duett zu spielen und es entstand die Idee, ein ganz besonderes Projekt ins Leben zu rufen.

„Der allgemeine Cäcilienverband feiert dieses Jahr 150-jähriges Bestehen und die Kirchen sollten dazu ein Konzert oder einen besonderen Gottesdienst organisieren“, so Ursula Smetten. „Da unser Kirchenchor auch 130-Jähriges feiert, haben wir uns entschlossen, ein Konzert mit Orchesterbegleitung durchzuführen.“ Für die beiden Annas eine tolle Chance, „nicht nur im geschützten Raum zu spielen“.

Duo seit einem Jahr

Seit einem Jahr spielen sie nun zusammen Blockflöte. „Das passt gut zusammen, wir sind wie aus einem Guss“, freut sich Anna Paas. „Und dafür mussten wir nicht lange proben, das ist nicht selbstverständlich.“ Aus den beiden Mädchen ist in dem Jahr nicht nur musikalisch ein gutes Team geworden, auch privat sind sie nun miteinander befreundet. Musik verbindet eben.

Vielleicht auch die Tatsache, dass die beiden ihre Leidenschaft zur Blockflöte bereits in der zweiten Klasse beim Jeki-Unterricht entdeckten. „Mein Vater sagte damals: Du kannst alles spielen, bloß nicht Flöte“, erinnert sich Anna Paas lachend. „Aber mittlerweile ist er sehr stolz und unterstützt mich. Und ich finde es toll, dass das Klischee in seinem Kopf verändert wurde.“ Karin Broszukat unterrichtet seit der zweiten Klasse Anna Paas, Heike Sierks genauso lange Anna Nold.

Aufregung vor der ersten Probe in der Kirche

Nachdem die Idee, dass die beiden Mädchen beim Kirchenkonzert mitspielen, zu einem festen Plan geworden war, schlug Karin Broszukat schnell die Noten von Georg Philipp Telemanns Konzert für zwei Altblockflöten in B-Dur vor. Ursula Smetten stimmte sofort zu.

Ab sofort hieß es proben, proben, proben. „Wir waren vor der ersten Probe in der Kirche schon aufgeregt. Ein ganz anderer Raum, viele neue Menschen“, sagt Anna Nold. „Doch wir wurden herzlich aufgenommen, hatten sofort eine Wellenlänge und haben viele Menschen kennen gelernt, die wir ohne die Musik sicher nie getroffen hätten“.

Musiker verständigen sich ohne Dirigent

Da die Akustik in der Kirche ganz anders ist, wurde viel ausprobiert. Nun stehen Anna und Anna für das Konzert in der Mitte des Orchesters. Verständigt wird sich – wie zur Zeit der barocken Musik üblich – übrigens ohne Dirigent, sondern ausschließlich mit Blicken. Auch das will geübt und gekonnt sein.

Am Sonntag ist es dann endlich so weit und auch Karin Broszukat freut sich schon unheimlich auf das Konzert: „Wenn die beiden Mädchen dann den zarten Teil spielen, da steht mir schon die Pelle hoch.“ Doch reichlich Emotionen dürften nicht nur beim Telemannkonzert zu erwarten sein.

„Einfach himmlisch“ eben, wie der Titel, soll es auch beim restlichen Programm der Kirchenmusik mit Johann Sebastian Bach, der Kantate „Wer nur den lieben Gott walten lässt“ und der Motette „Ich lasse dich nicht“ mit dem Kirchenchor St. Marien zugehen. Eine Fortsetzung dieser Kooperation ist übrigens nicht ausgeschlossen. An Ideen mangelt es Ursula Smetten und Karin Broszukat zumindest nicht.

Kirchenmusik am Sonntag in St. Marien

Das Kirchenmusik-Konzert anlässlich der Kirchenmusikwoche 2018 unter dem Motto „Einfach himmlisch“ findet am kommenden Sonntag, 17. Juni, um 18 Uhr in der Kirche St. Marien, Kolpingstraße 13, statt.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine Spende für die kirchenmusikalische Arbeit wird gebeten.

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