Ehejubiläum

Zwei Feiern für ein diamantenes Paar aus Velbert

Gleich zwei Mal feiern Martha und Alfons Gandyra ihre Diamanthochzeit: Einmal in Velbert und einmal bei der Tochter in Bayern.

Foto: Ulrich Bangert

Gleich zwei Mal feiern Martha und Alfons Gandyra ihre Diamanthochzeit: Einmal in Velbert und einmal bei der Tochter in Bayern.

Martha und Alfons Gandyra sind 60 Jahre verheiratet. Ende September geht’s zur Tochter nach Bayern. Dort wird ein zweites mal gefeiert

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Verliebt, verlobt, verheiratet sind Martha und Alfons Gandyra am 13. September nun bereits seit 60 Jahren. Diese lange und intensive Ehezeit ist stark geprägt von historischen und geschichtlichen Ereignissen.

Doch nun ganz zum Anfang des jungen Glücks, ins Jahr 1952, als sich das Paar verliebte. Beim Tanz auf einer Hochzeitsfeier lernten sich die beiden kennen. Der Jubilar erinnert sich: „Martha hat damals toll getanzt“ Bis die eigene Hochzeit schließlich 1958 stattfand, musste die Beziehung der beiden lange Distanzen überwinden, da der heute 86-jährige beruflich viel unterwegs war. „Wir hatten praktisch eine Briefliebe“, sagt Martha Gandyra.

Gemeinsam Kinderchor aufgebaut

Nach der Hochzeit im oberschlesischen Chróscice begann das Eheleben der beiden, das geprägt war von politischem Engagement sowie ehrenamtlicher Arbeit in Vereinen. Dabei arbeitete das Paar auch gemeinsam, etwa beim Aufbau eines Kinderchors. Dies leisteten beide neben dem beruflichem Einsatz, er im Handwerk und sie in der Fabrik.

Mit den zwei Töchtern Monika und Rosa-Marie vervollständigte sich schließlich die Familie Gandyra. „Heute haben wir fünf Enkel und einen ersten Urenkel. Darüber freuen wir uns sehr.“

Mit Heiliger Messe in St. Marien

Weil eine der Töchter in Franken lebt, und dazu verreist ist, gibt es sogar ein zweites Jubiläum: „Wir feiern Ende September unsere diamantene Hochzeit ein zweites Mal in Bayern. Sogar mit einer weiteren Messe“, erklärt das Ehepaar. Die erste Jubelfeier wird am 16. September stattfinden, mit einer Messe in St. Marien und anschließender Feier in der Bürgerstube. „Soviel getanzt wie früher wird aber wohl nicht mehr“, bemerkt Alfons Gandyra schmunzelnd, „wir haben in unserem Leben schon alles vertanzt“.

Seit Ende 2017 in Velbert

Musik und Tanz spielten in der Ehe immer eine wichtige Rolle. Die 83-jährige erinnert sich: „Es spielte immer viel Musik in unserer Wohnung. Bei besonders guten Lieder tanzten wir auch gerne zu Hause.“ Doch ist diese schwungvolle Zeit wirklich schon ganz vorbei? Nicht, wenn man weiß, dass der Jubilar erst an Silvester mit seiner Tochter eine flotte Sohle aufs Parkett legte. Den Jahreswechsel kann man fast als Begrüßungsfest in Velbert betrachten: Denn erst seit Ende 2017 leben die beiden bei Tochter und Schwiegersohn in Velbert und kehrten ihrer polnischen Heimat den Rücken.

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